• Sauberes Trinkwasser gilt als dringlichster Bedarf in den sechs Dörfern rund um Nyangoro Pan. Errichtung eines Kiosks in Homa Bay (Provinz Nyanza, Kenia).
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  • Die Gemeinden sind von Anfang an an der Standortauswahl und den maßgeblichen Entscheidungsprozessen beteiligt.
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  • Die Safe Water Enterprises werden zusammen mit Partnern vor Ort errichtet. Dieser neue Kiosk in Nyangoro wird vom Nyangoro Health Center für die Gemeinde verwaltet.
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  • Die Kioske sind mit einem SkyHydrant-Wasserfilter ausgestattet, der Schwebstoffe, Bakterien und Viren aus dem Wasser entfernt. Wassercontainer werden desinfiziert, bevor sie für den Kunden erneut gefüllt werden.
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  • Kinder verwenden Wasser vom Sondu-Fluss – vor dem Bau des SWE-Kiosks (Sondu, Kisumu County, Kenia)
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  • Die SWE-Kioske bestehen aus hochwertigen, flexibel einsetzbaren Modulen. Sie werden am Standort selbst und gemeinsam mit den zukünftigen Kioskbetreibern zusammengebaut. (Sondu, Kisumu County, Kenia)
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  • Der Wasser-Kiosk in Sondu wurde zusammen mit dem Team des Safe Water and AIDS-Projekts Kenia (SWAP) gebaut, welches das SWE Management in der Gemeinde übernehmen wird.
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  • Mit dem neuen SWE-Kiosk in Kwale hat die Gemeinde in Howa Mwana jetzt Zugang zu sauberem Trinkwasser, zusätzlich zum Rohwasser, welches für andere Haushaltszwecke verwendet wird.
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  • Wasser von Howa Mwana vor und nach der Aufbereitung mit dem SkyHydrant-Wasserfilter. Das gereinigte Trinkwasser wird in sauberen weißen Kanistern abgefüllt, die zu einem erschwinglichen Preis an die Gemeinde verkauft werden.
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  • Die SWE Teams werden in allen relevanten betrieblichen, technischen und unternehmerischen Fähigkeiten geschult um den nachhaltigen Betrieb der Safe Water Enterprises zu gewährleisten.
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Wie alles begann

Das Projekt startete im Jahr 2010 mit dem Aufbau eines Wasserkiosks im ländlichen Kilimambogo nordöstlich von Nairobi. Der Kiosk, der sich an einem Waisenhaus befindet, versorgt seitdem die Kinder und Bewohner der umliegenden Dörfer mit sauberem Trinkwasser. Allein das Waisenhaus konnte die Hälfte seiner Ausgaben für Medikamente seit dem Betrieb der Wasserstation einsparen, da die wasserbedingten Krankheiten wie Durchfälle und Typhus deutlich zurückgingen.

Ein weiterer Wasserkiosk wurde im Februar 2011 in Maragua, ebenfalls in der Region Thika, errichtet. Nach erfolgreicher Umsetzung der beiden Pilotprojekte folgte der Ausbau von drei weiteren Wasserstationen in der Region Thika nördlich von Nairobi. Die Wasserkioske nutzen unterschiedliche Quellen von Rohwasser, zum Beispiel aus Flüssen, Brunnen oder Leitungen. Durch einen Membranfilter wird das verschmutzte Wasser von Trübungen, Bakterien und Viren befreit.

Beide Pilotprojekte wurden evaluiert. Die technische und konzeptionelle Umsetzung wurde dadurch bestätigt. Gleichzeitig waren wichtige Anpassungen notwendig; dazu gehören die Qualität der Gebäude, die Einbindung und Trainings der Gemeinde und des Kioskmanagers sowie kontinuierliches Monitoring.

Optimierung der Wasserkioske

Mittlerweile gibt es vorgefertigte, baulich hochwertige Kioskmodule, die auch in entlegenen Gegenden flexibel eingesetzt werden können. Das Wasser wird ausschließlich in desinfizierten Behältern an die Bevölkerung abgegeben, um eine Wiederverkeimung des Trinkwassers zu verhindern. Die Trainings werden gemeinsam mit Partnern umgesetzt.

Neuer Wasserkiosk
Die neuen Wasserkioske sind vorgefertigte Gebäude, die schnell und flexibel aufgebaut werden können.
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Was hat sich seit Beginn des Projekts getan?

Nachdem die Bewohner für die Bedeutung von sauberem Trinkwasser sensibilisiert wurden, finden die Kioske gute Akzeptanz. Die Gesundheitssituation hat sich verbessert: Wasserbedingte Krankheiten und die Ausgaben für Medikamente haben sich verringert. Die Anbindung der Anlagen an bestehende Strukturen wie Marktplätze oder Schulen spart Zeit und vermeidet lange Wege. Das beugt gleichzeitig Rückenleiden vor, die durch das weite Tragen schwerer Wasserbehälter hervorgerufen werden.

Da die Erfahrung gezeigt hat, dass das saubere Trinkwasser oftmals bereits beim Transport nach Hause wieder verunreinigt wird, wurden im November 2012 an den Wasserstationen auch saubere Container eingeführt, die bei jedem Wasserkauf gereinigt und desinfiziert werden.

Der Ansatz, die Safe Water Enterprises als kleine Sozialunternehmen aufzusetzen und Einheimische zu Kioskmanagern auszubilden, erwies sich als sinnvoll. Auch wenn das Wasser zu sehr geringen Preisen verkauft wird, sind die laufenden Kosten in den meisten Fällen gedeckt. Zudem sind sie eine Basis für weitere Kleinunternehmer; so liefern Fahrradkuriere das Wasser an die Menschen aus der Umgebung.

Pläne für die Zukunft

Mit dem Safe Water Enterprise ist es gelungen, moderne Filtrationstechnik an lokale Gegebenheiten anzupassen und eine replizierbare Komplettlösung anzubieten. Das Projekt soll auf finanziell nachhaltiger Basis auch an anderen Orten umgesetzt werden. Weitere Stationen werden mit ausgewählten Partnern wie SOS-Kinderdörfer, AMREF (African Medical and Research Foundation) und dem Hunger Projekt an verschiedenen Standorten umgesetzt. Potenzielle Partner, die die Auswahlkriterien erfüllen, können sich an info@siemens-stiftung.org wenden.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Trainings. Zum einen intensivieren wir die technischen und unternehmerischen Trainings für die Kioskmanager und weitere Interessierte aus der Umgebung. Zum anderen wurden für die Gemeinden Lehrmaterialien und Trainingshandbücher für Gesundheits- und Hygienetrainings entwickelt. Die Trainings werden derzeit von der Siemens Stiftung gemeinsam mit lokalen Partnern umgesetzt (Hygiene Training und Entrepreneurship Training)