• Maji Safi Water Kiosk
    Neben der Wasserversorgung ermöglichen die Safe Water Enterprises auch neue Einkommensmöglichkeiten für die Gemeinde.
    © Siemens Stiftung
Arbeitsbereich:
Grundversorgung & Social Entrepreneurship
Land/Region:
Kenia
Portrait Paul Njuguna
Paul Njuguna ist lokaler Koordinator der Safe Water Enterprises.

Für viele Dorfbewohner scheint es völlig normal, dass sie regelmäßig  durch Wasser übertragene Krankheiten haben. Ihnen zu zeigen, dass sich das mit sauberem Wasser verhindern lässt, hat sich Paul Njuguna zur Aufgabe gemacht.

Manchmal staune ich über die guten Ideen, die um unser Programm herum entstehen: In einer ländlichen Gemeinde bei Kisumu zum Beispiel bildet sich gerade eine Partnerschaft zwischen dem Wasserkiosk, der 
den Ort mit sauberem Trinkwasser versorgt, und der benachbarten Schule. Gegen einen kleinen monatlichen Betrag sollen dort Wasserspender in den Klassen aufgestellt werden, damit die Kinder immer sauberes Wasser trinken können. Auf die Idee kommt man nicht unbedingt so ohne Weiteres – ich selbst bin zum Beispiel in der Hauptstadt Nairobi zur Schule gegangen, da ist es nicht so heiß wie in dieser Gegend, sodass wir nicht so viel trinken mussten. Vor allem aber gibt es das Problem mit dem schmutzigen Wasser nicht in dieser Form.

Seit einem guten Jahr beschäftige ich mich mit den Safe Water Enterprises. Vorher habe ich unter anderem bei den Vereinten Nationen gearbeitet. Dort war ich für ein Projekt zuständig, in dem es um Energieversorgung für ländliche Gegenden geht. Als ich dann zum ersten Mal von den Wasserkiosken der Siemens Stiftung gehört habe, war ich begeistert: Sauberes Trinkwasser wird so dringend benötigt – und vor allem ist die Technik dahinter ungemein praktisch. Es reicht ein Filter, der Wasser aus einem Fluss säubert; mehr braucht man nicht. Aus Erfahrung weiß ich, dass die Technik so einfach wie möglich sein muss, wenn man in ländlichen Regionen arbeitet. Zum einen lässt sie sich dann leicht erklären. Und vor allem stecken keine Komponenten drin, die man nicht ersetzen könnte, wenn einmal etwas kaputtgeht.

In meiner Arbeit bin ich viel unterwegs: Immer wieder reise ich in die Gemeinden, mit denen wir einen Wasserkiosk aufgebaut haben. Zu unseren Prinzipien gehört, dass wir eng mit den Gemeinden zusammenarbeiten, damit das Projekt eine breite Unterstützung erhält. Wir ermutigen die Dorfgemeinschaft, einen Betreiber mit einer unternehmerischen Denkweise zu benennen, der dann das entsprechende Training dazu bekommt. Das funktioniert im Regelfall sehr gut; bisweilen aber kommt es zu Streitigkeiten zwischen verschiedenen Lagern in einem Ort. Dann bin ich zur Stelle, um mit den Beteiligten zu sprechen und um zu helfen, Streit zu schlichten – schließlich teilen eigentlich alle das gleiche Ziel und Interesse.

Gute Erfahrungen haben wir mit den Hygiene-Trainings gemacht, die vor Kurzem an den Wasserkiosken begonnen haben. Darin geht es um den Zusammenhang zwischen verschmutztem Wasser und Krankheiten. Ich merke immer wieder: Für viele Dorfbewohner scheint es völlig normal, dass sie regelmäßig Durchfall und andere durch Wasser übertragene Krankheiten haben. Ihnen zu zeigen, dass sich das mit sauberem Wasser verhindern lässt – das ist eine wichtige Aufgabe. Dabei geht es auch um vermeintliche Kleinigkeiten: ums regelmäßige Händewaschen etwa oder darum, dass sie sauberes Wasser auch mit sauberen Gefäßen transportieren müssen.

Wie sehr unser Programm helfen kann, zeigt mir zum Beispiel ein Projekt, bei dem ein Wasserkiosk an einem Krankenhaus aufgebaut wurde. Es wurde ein Kioskbetreiber angestellt, der nun das ganze Krankenhaus mit Trinkwasser beliefern kann. Von der Station profitieren also die Patienten – und auch die Nachbarn des Krankenhauses, die sich dort auch mit sauberem Wasser versorgen können.

„Aus Erfahrung weiß ich, dass Technik in ländlichen Regionen so einfach wie möglich sein muss.“

Wasserkiosk in Githembe – Interview mit Alice Wanjiru
Arbeitsbereich:
Grundversorgung & Social Entrepreneurship
Land/Region:
Kenia
Alice Wanjiru, Managerin eines Wasserkiosks

Ein Wasserkiosk in Githembe bringt Alice Wanjiru Arbeit und ihrer Dorfgemeinschaft sauberes Wasser

Alice Wanjiru lebt in Githembe, einem kleinen Dorf in der Region Thika nördlich von Nairobi. Wie viele Kenianer, die in abgelegenen Gegenden mit schlechter Infrastruktur wohnen, tranken Alice und ihre Dorfgemeinschaft das verschmutzte Wasser aus einem nahegelegenen Fluss. Die Folge: unzählige Krankheitsfälle, hohe Kosten für Medikamente und verpasste Schulstunden.

Seit dem Jahr 2012 gibt es in Githembe einen Wasserkiosk, durch den sich die Situation geändert hat: Mobile Wasseraufbereitungsgeräte produzieren täglich bis zu 10.000 Liter sauberes Trinkwasser, das die Bewohner günstig erwerben können.

Kioskmanagerin Alice erwirtschaftet durch ihre Tätigkeit am Kiosk ein Einkommen für sich und ihre Familie. Das Safe Water Enterprise in Githembe trägt so zu einer besseren Gesundheit in der Dorfgemeinschaft bei und bietet Möglichkeiten für Einkommen.

"Die Wasserstation in Githembe ist seit Juni 2012 mein fester Arbeitsplatz und ermöglicht es mir, für meine Familie zu sorgen."

Arbeitsbereich:
Grundversorgung & Social Entrepreneurship
Land/Region:
Kenia
Alice Wanjiru, Managerin eines Wasserkiosks

Ein Wasserkiosk in Githembe bringt Alice Wanjiru Arbeit und ihrer Dorfgemeinschaft sauberes Wasser

Alice Wanjiru lebt in Githembe, einem kleinen Dorf in der Region Thika nördlich von Nairobi. Wie viele Kenianer, die in abgelegenen Gegenden mit schlechter Infrastruktur wohnen, tranken Alice und ihre Dorfgemeinschaft das verschmutzte Wasser aus einem nahegelegenen Fluss. Die Folge: unzählige Krankheitsfälle, hohe Kosten für Medikamente und verpasste Schulstunden.

Seit dem Jahr 2012 gibt es in Githembe einen Wasserkiosk, durch den sich die Situation geändert hat: Mobile Wasseraufbereitungsgeräte produzieren täglich bis zu 10.000 Liter sauberes Trinkwasser, das die Bewohner günstig erwerben können.

Kioskmanagerin Alice erwirtschaftet durch ihre Tätigkeit am Kiosk ein Einkommen für sich und ihre Familie. Das Safe Water Enterprise in Githembe trägt so zu einer besseren Gesundheit in der Dorfgemeinschaft bei und bietet Möglichkeiten für Einkommen.

"Die Wasserstation in Githembe ist seit Juni 2012 mein fester Arbeitsplatz und ermöglicht es mir, für meine Familie zu sorgen."