Vom 2. bis 3. November 2017 laden die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und die Siemens Stiftung ca. 80 Expertinnen und Experten aus aller Welt zu einem internationalen Symposium nach Berlin ein. Der Fokus des „International Dialogue on STEM“ liegt auf der frühkindlichen Bildung (Kinder im Alter von 3 bis ca. 10 Jahren) in den Bereichen MINT bzw. STEM (Science, Technology, Engineering, Mathematics), aber auch Kunst, BNE (Bildung für Nachhaltige Entwicklung) und Informatik.

Ziel ist der Austausch vergleichbarer Initiativen aus der ganzen Welt, um eine gemeinsame Reflexion zu ermöglichen, von Anderen zu lernen, Impulse zu geben und Anregungen zu erhalten. Die Fragestellung 2017 lautet: „Welche Fähigkeiten und Kompetenzen brauchen Kinder für eine lebenswerte Zukunft und wie können wir sie dabei unterstützen?“

Die beiden Stiftungen möchten mit der Veranstaltung sowohl Vertreterinnen und Vertreter führender MINT bzw. STEM-, Kunst-, Informatik- und BNE-Initiativen weltweit als auch internationale Expertinnen und Experten sowie (politische) Entscheidungsträger zusammenbringen. Das Ziel ist es, gemeinsam Aktivitäten, Wirkungslogiken und Outcomes zu diskutieren, zu analysieren und Potentiale für die Zukunft zu definieren.

Das Format

Die Konferenz findet über zwei Tage in Plenardiskussionen und Arbeitsgruppen statt. Dabei wird es Keynotes zu verschiedenen Thematiken geben (z.B. Future Trends in Education, Legitimierung von STEM-Bildung, Impuls aus der Wirtschaft).
Die Arbeitsgruppen nehmen einerseits die Erweiterung der STEM-Bildung um andere Disziplinen in den Blick (STEM +BNE, +Kunst, +Werte, etc.), andererseits wird hier auch die Art der Wissensvermittlung (Pädagogischer Ansatz, Wirkungslogik, Digitales Lernen, etc.) diskutiert.

Die Veranstaltung findet unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission statt. Neben der Siemens Stiftung als Hauptkooperationspartner unterstützen bislang das Auswärtige Amt und die Robert Bosch Stiftung.


Hintergrund

MINT-Bildung ist mehr als Mathematik,
Informatik, Naturwissenschaft und Technik

Zahlreiche internationale Initiativen und Programme auf der ganzen Welt fördern ähnlich wie die Stiftung „Haus der kleinen Forscher" und die Siemens Stiftung die frühe MINT bzw. STEM-Bildung in ihrem Land. Pädagogische Materialien werden entwickelt und Fach- und Lehrkräfte und/oder Multiplikatorinnen und Multiplikatoren fortgebildet. Inhaltlich steht hierbei schon lange nicht mehr das reine „Experimentieren“ im Vordergrund, sondern die Förderung verschiedenster Kompetenzen: Beim forschenden Lernen können Kinder Problemlösekompetenzen entwickeln, eigene Antworten finden und Selbstvertrauen spüren („Ich kann!“) – Erfahrungen und Fähigkeiten, die weit über die Kindheit hinaus für die Persönlichkeitsentwicklung und die spätere Berufsbiographie von Bedeutung sind. Ziel vieler Initiativen ist es Kinder zu befähigen, selbstbestimmt zu denken und verantwortungsvoll zu handeln.