Siemens Stiftung

Home

Springe zu: Hauptnavigation

Springe zu: Inhalt

Springe zu: Randspalte

Springe zu: Sprachnavigation

Springe zu: Service Navigation

Springe zu: Schnellsuche

Springe zu: Fußzeile

Changing Places / Espacios Revelados

Künstlerische Interventionen im urbanen Raum

CHANGING PLACES / ESPACIOS REVELADOS ist eine internationale Projektreihe, die in verschiedenen Städten in Lateinamerika stattfindet. Sie begann 2014 in Buenos Aires / Argentinien. 2016 wurde sie in Santiago de Chile fortgesetzt. 2018 findet sie in Bucaramanga / Kolumbien statt.

Mehr erfahren

CHANGING PLACES / ESCPACIOS REVELADOS 2018 in Bucaramanga / Kolumbien

  • Eine Ruine in Bucaramanga, Kolumbien, die zum Schauplatz künstlerischer Arbeiten wird.
    Leerstehende Gebäude, Industrieanlagen und historische Bauten werden im Rahmen von CHANGING PLACES zu Schauplätzen künstlerischer Arbeiten.
    /

2018 findet ein neues Kunstprojekt der Reihe CHANGING PLACES / ESPACIOS REVELADOS in Kolumbien statt. Im Fokus steht die Stadt Bucaramanga im Nordosten Kolumbiens mit einer Metropolregion von über 1 Million Einwohner.

Bucaramanga – im Spannungsfeld von Migration und Klimawandel

Die Universitätsstadt Bucaramanga, auch „La ciudad bonita“ (die schöne Stadt) genannt, befindet sich unweit der Grenze zu Venezuela im Strom aktueller Migrationsbewegungen. Gegründet wurde Bucaramanga 1622 auf einem Plateau der östlichen Andenkordillere, wo vorher die Guane-Indigenen angesiedelt waren. Bedeutende Hochmoorgebiete umgeben die Stadt und sorgen für ihre Wasserversorgung. Diese natürlichen Wasserspeicher sind in einer vom Minenabbau durchzogenen Region zusätzlich durch den Klimawandel gefährdet.

Kunst, die Risse in der Gesellschaft aufdeckt und soziale Handlungsräume entstehen lässt

CHANGING PLACES / ESPACIOS REVELADOS installiert Räume der Kunst im Zentrum und im Norden von Bucaramanga. Strategisch verbindet das Projekt die beiden Teile der Stadt aufgrund ihrer unterschiedlichen sozialen Schichtungen und der damit verbundenen Segregation für eine Kultur des Zusammenlebens. In leer stehenden Gebäuden, Industrieanlagen, ungenutztem öffentlichen Raum und historischen Bauten setzen sich Künstler aus Kolumbien, Lateinamerika und anderen Teilen der Welt mit den zentralen Themen auseinander: kulturelle und natürliche Ressourcen sowie die große Frage nach dem Zusammenleben, in einem Land, in dem der Frieden vor einer Zerreißprobe steht und sich eine große soziale und ökonomische Kluft durch die Gesellschaft zieht.

Öffentliche Präsentation ab dem 19. Oktober 2018

Das Projekt wird in zwei Phasen umgesetzt: Laboratorien mit der Nachbarschaft und die Entwicklung eines partizipativen Archivs bilden die Basis für ortsspezifische künstlerische Arbeiten, die in einem zweiten Schritt entstehen. In historischen und aktuellen Recherchen zeichnet ein Team aus Soziologen, Kuratoren und Politologen derzeit die Spuren von prägenden, mitunter traumatischen Erfahrungen nach und forscht mit Bewohnern am Imaginären der Stadt. Jeder Schritt dabei fordert zu einer neuen Orientierung auf, die mal physisch ist, mal im Kopf stattfindet. Ab 19. Oktober werden alle Arbeiten in einer zweiwöchigen öffentlichen Präsentation im Zentrum und im Norden der Stadt zu erleben sein.

Erstes Laboratorium von Luis Sotelo Castro vom 27. April bis 2. Mai 2018

Von 27.4. bis 2.5.2018 arbeitet Luis Sotelo Castro, Künstler und Professor für Oral History Performance an der Concordia University in Canada in einem ersten Arbeitsschritt mit venezolanischen Einwanderern an Themen der Immigration. Venezuela war in der Vergangenheit Anziehungspunkt für Migranten aus Kolumbien und der ganzen Region, die vor der Gewalt in ihrem Land flohen und bessere wirtschaftlichen Möglichkeiten suchten. Eine immer größere Zahl an Venezolanern sieht sich nun gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Überfordert vom Ansturm entstehen neue Reibungsflächen für das erodierende Zusammenleben in der Stadt, verstärkt durch rückkehrwillige Exil-Kolumbianer, die sich auf der Flucht vor Krieg und Armut dauerhaft oder vorübergehend in Venezuela niedergelassen haben. Luis Sotelo arbeitet mit Communities daran, über Oral History und Erinnerungs-, Hör- und Handlungsräume für diese Migrationsbewegungen entstehen zu lassen.

CHANGING PLACES / ESPACIOS REVELADOS
Bucaramanga ist eine Initiative der Siemens Stiftung in Kooperation mit Fundación Kreaviva, La Otra arte contemporáneo, Fundación Mapa Teatro – Laboratorio de Artistas und weiteren lokalen und internationalen Partnern.