Pressemitteilung | Bildung 26.03.2010

Siemens Stiftung vergibt 120 Experimentierkoffer an Physiklehrkräfte

Spannende Einblicke in die Welt der Elektronik mit der Ele-Klassenbox – Siemens Stiftung unterstützt lebendiges Experimentieren im Physikunterricht ab der 10. Klasse –  Themenschwerpunkte liegen auf Elektronik und Elektrotechnik – Online-Bewerbung ab April 2010

Nach erfolgreicher Evaluierung vergibt die Siemens Stiftung ab April 120 Ele-Klassenboxen an interessierte Physiklehrkräfte in Deutschland. Diese können sich online  auf der Website der Stiftung bewerben. Die Experimentierkoffer sind für den Einsatz im Physikunterricht ab der 10. Klasse geeignet und beinhalten zahlreiche  pädagogisch aufbereitete, lebensnahe und praxisbezogene Versuche zu den Themen Elektronik und Elektrotechnik.

Die vielfältigen Versuche der Ele-Klassenbox zu den Themen Elektronik und Elektrotechnik geben einen Einblick in aktuelle Einsatzgebiete und Anwendungen in der  Industrie. Schülerinnen und Schüler können auf diese Weise entdecken, welche Rolle etwa Spannung, Induktion oder Transistoren bei modernen Technologien spielen  und was in LED-Farbdisplays, elektronischen Kameras oder Hochspannungsanlagen tatsächlich steckt. Gefragt sind eigenverantwortliches Lernen, der Mut zum  Ausprobieren sowie persönlicher Erfindergeist. Die meisten Versuche sind darauf ausgerichtet, dass sie an 16 Arbeitsplätzen zugleich durchgeführt werden können.

Ab April 2010 vergibt die Siemens Stiftung 120 Ele-Klassenboxen nach einem Bewerbungsverfahren kostenfrei an interessierte Schulen. Bewerben können sich Physiklehrkräfte weiterführender Schulen in Deutschland, die über die Klassenstufen 10 bis 13 verfügen. Die Bewerbung findet online unter  www.siemens-stiftung.org/ele-klassenbox statt. Kriterien für die Auswahl sind unter anderem mathematisch-naturwissenschafltiche und technische Ausrichtung der Schule,  Motivation der Lehrkraft, Einbindung in vorhandene Physikunterrichtskonzepte sowie das Schreiben eines Erfahrungsberichts. Die Bewerbung aus dem Ausland ist derzeit noch nicht möglich.

Ein Begleitheft für Schüler und Lehrkräfte, das in jeder Box als Klassensatz vorhanden ist, erklärt in Text und Bild den genauen Aufbau und die Funktionsweise der Versuche sowie Schwierigkeitsgrad und Dauer jedes Versuches. Ergänzend bieten die Beschreibungen Wissenswertes zu den Experimenten und ihren  Phänomenen und informieren über Vorsichts-maßnahmen. Die Versuche stehen in einem thematischen Zusammenhang, können jedoch in beliebiger Reihenfolge  durchgeführt werden. So behalten die Lehrkräfte ihre Flexibilität und können die Experimente modular in ihren eigenen Unterricht einbauen.

Die Ele-Klassenbox wurde von einem Physikdozenten an der Siemens Technik Akadmie Berlin konzipiert und in einer umfangreichen Pilotphase für ihren Einsatz im  Schulunterricht getestet. Der Lehrstuhl der Didaktik der Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München evaluierte die einzelnen Versuche und bewertete  die Materialien als gutes Lehrangebot für den Physikunterricht. In einem Praxistest setzten vier Schulen aus verschiedenen Bundesländern die Experimentierkästen  in regulären Physikstunden ein und erprobten die Box gemeinsam mit Lehrkräften und Schülern.

Die Siemens Stiftung wurde im September 2008 als gemeinnützige Stiftung b.R. mit Sitz in München gegründet und von der Siemens AG mit einem Stiftungskapital  von 390 Millionen Euro ausgestattet. Die Stiftung setzt damit die mehr als 160-jährige Tradition des gesellschaftlichen Engagements des Unternehmens fort. Die  Aufgabe der Siemens Stiftung ist es, Antworten auf weltweite gesellschaftliche Herausforderungen zu erarbeiten, Chancen aufzuzeigen und in Notfällen Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Nach dem Stiftungsauftrag stehen im Fokus der Tätigkeit soziales Engagement, Bildung, Technik sowie Kunst und Kultur. Die Siemens Stiftung  ist überwiegend operativ tätig, d. h., sie initiiert vor allem eigene Projekte und führt diese durch.