Pressemitteilung | Bildung 22.04.2010

Siemens Stiftung schließt Bildungskooperation mit dem FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht

Die Siemens Stiftung bietet im Rahmen ihrer gemeinnützigen Stiftungsarbeit auf ihrem Medienportal eine geschützte Online-Distribution von Unterrichtsmedien zu Bildungszwecken an. Ab sofort können mehr als 1.900 Medien der Stiftung auch über das Bildungsangebot des FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht gefunden werden. In einer Kooperationsvereinbarung haben die beiden Organisationen die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür festgelegt.

Das FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht ist eine gemeinnützige Gesellschaft der Länder der Bundesrepublik Deutschland. Das Institut verfolgt den Auftrag, Medien für die Bildung zu produzieren und verfügbar zu machen. Es richtet sich in erster Linie an Schulen und Medienzentren. Auch für die Siemens Stiftung ist die Förderung von Bildung ein wichtiges Thema. Mit ihrem kostenfreien Online-Angebot möchte sie Lehrkräfte dabei unterstützen, junge Menschen für technisch-naturwissenschaftliche Themen zu begeistern und sie in diesem Bereich weiterzubilden. Die von der Stiftung entwickelten Unterrichtsmaterialien behandeln naturwissenschaftliche Themen wie Energie, Wasser, Licht oder Hören und vermitteln Wissenswertes über neueste Technologien, aktuelle Entwicklungen und Trends. Neben technischen Inhalten decken die Medien auch soziale Aspekte ab und bieten Anknüpfungspunkte zu unterschiedlichen Fächern und Projektthemen. Das Medienangebot wird laufend erweitert und ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar.


Gegenstand der Kooperationsvereinbarung
Die Vereinbarung der beiden Einrichtungen basiert auf der neuen technischen Möglichkeit, mithilfe eines bundesweit festgelegten Standards ausschließlich die Beschreibungen (Metadaten) der Unterrichtsmedien weiterzugeben. Das Medium selbst verbleibt beim Urheber. Das Medienportal der Siemens Stiftung verwendet diesen Standard: Bereits bei der Erstellung wird jedes Medium mit Metadaten, wie z. B. Titel, Inhaltsangabe, Copyright-/Urheberinformationen und Verschlagwortung nach inhaltlichen und didaktischen Kriterien gekennzeichnet. Das FWU, das maßgeblich an der Definition des neuen Austausch-Standards beteiligt war, importiert die Metadaten in eine eigene Datenbank, die analog zu den Medien der SiemensStiftung weitere unterrichtlich relevante Quellen zusammenführt. Dieser Pool kann im Rahmen schon bestehender Austauschdienste von Einrichtungen der Bundesländer – z. B. Landesbildungsservern und Mediendistributionssystemen – genutzt werden. Die Weitergabe der Metadaten durch die Stiftung erlaubt dem FWU bzw. den angeschlossenen Einrichtungen in den Bundesländern, ihren Nutzern nunmehr eine große zusätzliche Anzahl an Online-Medien anzubieten, die sowohl technisch als auch pädagogisch hochwertig und zudem urheberrechtlich geklärt sind.


„Wir freuen uns sehr über die enge Zusammenarbeit mit dem FWU als Medieninstitut der Länder. So kommen wir unserem Ziel, möglichst viele Lehrkräfte mit lebensnahen Unterrichtsmaterialien zu unterstützen, wieder einen Schritt näher”, kommentiert Maria Schumm-Tschauder, Projektleiterin bei der Siemens Stiftung. „Wir haben von Anfang an auf die Metadaten-Technologie gesetzt und das macht sich nun durch Kooperationen dieser Art bezahlt.”


Die aktuelle Diskussion um einen zeitgemäßen Unterricht setzt auf den konsequenten Einsatz neuartiger Unterstützungssysteme wie interaktive Whiteboards oder Lernmanagementsysteme. In diesem Zusammenhang verändert sich die Nutzung von Medien – und mit der veränderten Nutzung müssen sich auch die eingesetzten Medien verändern.

„Die Materialien der Siemens Stiftung erfüllen diese Anforderungen auf hervorragende Weise”, ist Michael Frost, der Direktor des FWU, sich sicher. „Die innovative Vorgehensweise beim Austausch der Metadaten wird bestimmt ein Modell für zukünftige Aktivitäten sein. Besonders dann, wenn wir damit das eigentliche Ziel errreichen: LehrerInnen und SchülerInnen sollen komfortabel, schnell und sicher relevante Materialien für das Lehren und Lernen finden und nutzen können.”

Die Siemens Stiftung wurde im September 2008 als gemeinnützige Stiftung b.R. mit Sitz in München gegründet und von der Siemens AG mit einem Stiftungskapital von 390 Millionen Euro ausgestattet. Die Stiftung setzt damit die mehr als 160- jährige Tradition des gesellschaftlichen Engagements des Unternehmens fort. Die Aufgabe der Siemens Stiftung ist es, Antworten auf weltweite gesellschaftliche Herausforderungen zu erarbeiten, Chancen aufzuzeigen und in Notfällen Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Nach dem Stiftungsauftrag stehen im Fokus der Tätigkeit Technik sowie Kunst und Kultur. Die Siemens Stiftung ist überwiegend operativ tätig, d. h. sie initiiert vor allem eigene Projekte und führt diese durch. Weitere Informationen unter www.siemens-stiftung.org.

Das FWU – ein Auftrag für die Bildung
Das FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht ist eine öffentliche Einrichtung der Länder der Bundesrepublik Deutschland. Das FWU verfolgt den Auftrag, Medien für die Bildung zu produzieren. Damit verbunden ist auch die Durchführung verschiedener Projekte, wie zum Beispiel die Entwicklung mediendidaktischer und  technischer Standards. Das Angebot des FWU richtet sich in erster Linie an Schulen und Medienzentren. Dabei blickt das FWU nunmehr auf eine 60jährige Geschichte zurück, eine Geschichte, die Kompetenz unterstreicht und zu Innovation verpflichtet. Weitere Informationen unter www.fwu.de.