Pressemitteilung | Bildung 02.03.2010

Siemens Stiftung präsentiert Bildungsprojekte auf der didacta in Köln

Siemens Stiftung vom 16. bis 20. März auf der didacta 2010 in Köln – Präsentation des vielfältigen Engagements entlang der Bildungskette – Täglich experimentieren Grundschüler live am Messestand B 068 in Halle 6.1

Vom 16. bis 20. März stellt die Siemens Stiftung auf Europas größter Bildungsmesse didacta erstmals ihr umfangreiches Bildungsprogramm einem breiten Fachpublikum vor. Auf ihrem Stand präsentiert die Stiftung in Köln ihr Engagement im Bereich der MINT-Bildung entlang der gesamten Bildungskette – vom Kindergarten bis zum Schulabschluss. Auch frühkindliche Sprachförderung und Kulturvermittlung sind ein Thema. Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte aller Schulstufen sowie Interessierte sind eingeladen, sich in Halle 6.1, Gang B, Stand 068 über das vielfältige Angebot zu informieren. Zusätzlich lassen sich Grundschüler jeden Vormittag um 11 Uhr beim Experimentieren mit der NaWi-Kiste über die Schulter schauen.

Die zahlreichen Bildungsprojekte der Siemens Stiftung verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz in der Förderung von MINT-Bildung: Ziel ist es, die Technikkompetenz von Kindern und Jugendlichen durch frühe und nachhaltige Begegnung mit den Naturwissenschaften sowie durch Spaß am Experimentieren zu fördern.

Auf der didacta erwartet die Besucher am Stiftungs-Stand ein abwechslungsreiches Programm:

Angebote für die Vorschule

Es fängt bei den Kleinsten an: Da Sprache die wesentliche Grundlage für optimale Bildungschancen und Integration in die Gesellschaft ist, fördert die Siemens Stiftung besonders Kinder mit Migrationshintergrund ab dem dritten Lebensjahr beim Erlernen der deutschen Sprache. Sie kooperiert mit dem gemeinnützigen Verein Zentrum für kindliche Mehrsprachigkeit e.V. (ZKM) und unterstützt dessen Sprachlernmethode KIKUS durch die bundesweite Durchführung von Sprachkursen für Kinder sowie Fortbildungen für Erzieher. So finden im April und Mai Grundseminare zur frühkindlichen Sprachförderung in Frankfurt, Stuttgart und Nürnberg statt. Interessierte Erzieherinnen und Erzieher können sich online auf der Website der Siemens Stiftung für die kostenfreie Teilnahme bewerben.

Die spielerische Annäherung an Naturphänomene steht bei der Forscherkiste, die von der Science-Lab Gemeinnützige Bildungs GmbH entwickelt wurde, im Vordergrund. 45 Experimente rund um die Themen Wasser, Luft, Farben, Elektrizität und Schall wecken schon bei den Drei- bis Sechsjährigen den Entdeckerdrang. Ebenfalls im naturwissenschaftlichen Bereich kooperiert die Siemens Stiftung mit dem „Haus der kleinen Forscher“ in Deutschland. Für den internationalen Einsatz gibt es die Discovery Box: Pünktlich zur didacta fällt der Startschuss für die kostenlose Vergabe von jeweils 100 Boxen an Kindergärten und Vorschulen in fünf osteuropäischen Ländern. Slowenien macht im März den Anfang; danach freuen sich Kindergärten in Kroatien, Ungarn, Bulgarien und Rumänien über die  Experimentierkisten.

Angebote für die Grundschule

Auch in der Grundschule setzt die Siemens Stiftung auf Förderung der frühkindlichen Bildung im MINT-Bereich. Grundkenntnisse im Umgang mit Werkzeugen und im Bereich Bau-, Fahrzeug- und Elektrotechnik vermittelt das Schulprojekt „KiTec – Kinder entdecken Technik“. Die NaWi- Experimentierkiste des Projektpartners  Wissensfabrik e.V. bietet insgesamt 46 Versuchsanordnungen zu den Themenfeldern Luft, Wasser und Lebensmittel und bringt Kindern so naturwissenschaftliche Hintergründe nahe. Davon können sich die Besucher des Messestandes vor Ort selbst ein Bild machen: Angeleitet durch einen Trainer zeigen Schülerinnen und Schüler auf der didacta, wie man naturwissenschaftlichen und technischen Vorgängen auf die Spur kommen kann. Täglich wird von 11 bis 12 Uhr am Stand der Siemens Stiftung geforscht, beispielsweise warum der Kerze die Luft ausgeht.

Angebote für Lehrkräfte und weiterführende Schulen

Das Angebot für die weiterführenden Schulen steht im Zeichen der eigenständigen Auseinandersetzung mit Naturwissenschaft und Technik. Der Experimentierkoffer „Ele-Klassenbox“ mit zahlreichen Materialien und Versuchsanleitungen zu den Themen Elektronik und Elektrotechnik veranschaulicht  physikalische Phänomene und trägt damit zum Verständnis naturwissenschaftlicher Fragestellungen bei. Er soll Lehrkräfte beim Physikunterricht ab der 10. Klasse mit praxisorientierten Experimenten unterstützen. Zur didacta ist die Evaluierungsphase abgeschlossen; ab April können sich Lehrkräfte auf der Stiftungs-Website um eine Box bewerben.

Von der Vielfalt und Nutzerfreundlichkeit des Medienportals können sich Lehrkräfte und Dozenten vor Ort selbst überzeugen. Die Online-Plattform umfasst derzeit mehr als 1.800 deutsch- und englischsprachige Unterrichtsmaterialien zu naturwissenschaftlichen Themen wie Energie, Wasser, Hören oder Licht. Am Lehrplan ausgerichtet, behandeln die Medien technische und gesellschaftliche Aspekte und eignen sich für den fächerübergreifenden Unterricht. Nach einer einfachen Registrierung können Lehrkräfte zielgerichtet und mit wenigen Mausklicks nach passenden Medien suchen und kostenfrei herunterladen. Die Materialien sind für den freien Einsatz im Unterricht lizenziert. Das Portal wird kontinuierlich erweitert und aktualisiert. So sind seit kurzem auch Unterrichtsmaterialien zu sozialen Aspekten verfügbar: Das vorgefertigte Medienpaket zum Thema „Humanitäre Hilfe – Trinkwasserfilter im Einsatz“ setzt sich mit der Bedeutung einer sicheren Trinkwasserversorgung für die ärmsten Länder der Welt auseinander und regt zum Nachdenken an. Weitere englischsprachige Materialien sowie Medien in spanischer Sprache sind in Planung.

Auch die Projektstipendien-Reihe „kiss – Kultur in Schule und Studium“ unterstützt Lehrende und die, die diesen Beruf anstreben, durch das Bereitstellen von Lehrmaterialien zur zeitgenössischen Kunst und Kultur sowie durch die Vergabe von Stipendien für Lehramtsstudenten musisch-künstlerischer Fächer. Die Besonderheit an dem Projekt ist, dass renommierte Künstler als Mentoren gewonnen werden, die den Stipendiaten Gelegenheit zum lebendigen Austausch mit ihren Werken bieten.

Mit seinem aktuellen Motto „Energie-Genies der Zukunft – Ideen für mehr Effizienz“ steht der Schülerwettbewerb 2010 in Mathematik, Naturwissenschaften und Technik der Siemens Stiftung kurz vor dem nationalen Finale. Hier werden unter den Siegern der jeweiligen Regionalentscheide die größten Energie-Genies prämiert. Auf der didacta können sich Schulen bereits über die neue Wettbewerbsausschreibung für 2011 informieren. Die Anmeldefrist hierfür beginnt im Juli 2010.

Die Siemens Stiftung wurde im September 2008 als gemeinnützige Stiftung b. R. mit Sitz in München gegründet und von der Siemens AG mit einem Stiftungskapital von 390 Millionen Euro ausgestattet. Die Stiftung setzt damit die mehr als 160-jährige Tradition des gesellschaftlichen Engagements des Unternehmens fort. Die  Aufgabe der Siemens Stiftung ist es, Antworten auf weltweite gesellschaftliche Herausforderungen zu erarbeiten, Chancen aufzuzeigen und in Notfällen Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Nach dem Stiftungsauftrag stehen im Fokus der Tätigkeit soziales Engagement, Bildung, Technik sowie Kunst und Kultur. Die Siemens Stiftung  ist überwiegend operativ tätig, d. h., sie initiiert vor allem eigene Projekte und führt diese durch.