Pressemitteilung | Bildung 04.04.2011

Schülerwettbewerb der Siemens Stiftung: Werkstoff aus Polymilchsäure und Brennnesseln sichert Carina Tetzlaff und Katharina Vollheyde ersten Platz

Beim Schülerwettbewerb der Siemens Stiftung in Mathematik, Naturwissenschaften und Technik sicherten sich Carina Tetzlaff und Katharina Vollheyde vom Christian-von-Dohm-Gymnasium Goslar mit ihrem Projekt „Untersuchung eines faserverstärkten Werkstoffes aus Polymilchsäure und Brennnesseln“ den ersten Platz und damit 20.000 Euro Preisgeld. Auf die Plätze zwei und drei wählten die Juroren die Beiträge „Leindotter im Tank?“ bzw. „Herstellung von Bioethanol mit immobilisierten Hefezellen und immobilisierten Hefeenzymen“. Der Sonderpreis ging ins bayerische Bad Kötzting. Insgesamt wurden 116 Arbeiten beim Schülerwettbewerb 2011 eingereicht, neun Teams qualifizierten sich für das Finalwochenende in München. Gefragt waren in diesem Jahr eigene Ideen zum Thema „Heute schon(en). An morgen denken! Ressourcen intelligent nutzen.“ Ehrengast bei der Preisverleihung am heutigen Montag war Dr. Ludwig Spaenle, Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus und Vizepräsident der Kultusministerkonferenz.

Neben Carina Tetzlaff und Katharina Vollheyde gelang auch Claudia Fischer,
Nina Neser und Victor Brosius vom Theodor-Heuss-Gymnasium Ludwigshafen
(2. Platz / 15.000 Euro) sowie Sabrina Schönberger, Michael Schobesberger
und Andreas Bartl von der HTL für Lebensmitteltechnologie im österreichischen
Wels (3. Platz/ 10.000 Euro) der Sprung auf das Siegertreppchen. Simon Kollross vom Benedikt-Stattler-Gymnasium Bad Kötzting wurde für seine Arbeit „Die Veränderungen des Oberen Bayerischen Waldes durch die Nutzung von Holz als Energieträger“ mit dem Sonderpreis (10.000 Euro) ausgezeichnet. Zusätzlich erhalten alle Gewinner Unterstützung bei der Planung ihrer beruflichen und akademischen Zukunft: Studierende der Siemens-Studentenprogramme TOPAZ und Yolante stehen ihnen als Tutoren zur Seite. Die Preisgelder sind ausschließlich für Studienzwecke einzusetzen. Auch die betreuenden Lehrkräfte der erfolgreichen Teilnehmer werden mit Geldpreisen für ihren jeweiligen Fachbereich ausgezeichnet. Insgesamt wurden beim Wettbewerb Preisgelder von über 100.000 Euro vergeben.


„Werner von Siemens wäre von dem Erfindergeist der jungen Teilnehmer
bestimmt beeindruckt gewesen“, ist sich Dr. Stephan Heimbach, Vorsitzender
des Vorstands der Siemens Stiftung, sicher und betont die Rolle von Bildung für jeden einzelnen, ebenso wie für die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft. „Damit diese kreativen Köpfe auch über den Wettbewerb hinaus den persönlichen
und wissenschaftlichen Austausch pflegen können, haben wir letztes Jahr ein Alumni-Netzwerk gegründet“, ergänzt Ulrike Wahl, Geschäftsführender Vorstand der Siemens Stiftung. Das Thema des Schülerwettbewerbs 2012
steht auch schon fest: „Einfach UmWeltspitze! Neue Ideen für Umwelt- und
Klimaschutz.“


„Ich begrüße das Engagement der Siemens Stiftung für naturwissenschaftlichtechnische Themen“, sagt Dr. Ludwig Spaenle im Rahmen der Preisverleihung. „Unsere Gesellschaft braucht hochqualifizierte Wissenschaftler. Der Wettbewerb zeigt, wie engagiert und fundiert Schülerinnen und Schüler sich mit Zukunftsfragen auseinandersetzen.“

Weitere Informationen zu den Finalisten, Wettbewerbsarbeiten und Juroren
finden Sie unter www.siemens-stiftung.org/schuelerwettbewerb.

Pressebilder stehen ab 13:30 Uhr hier zur Verfügung: www.siemensstiftung.org/pressefotos/Schuelerwettbewerb_Finale


Über den Schülerwettbewerb

Der Schülerwettbewerb der Siemens Stiftung in Mathematik, Naturwissenschaften und Technik wird alljährlich ausgeschrieben und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der oberen Jahrgansstufen in Deutschland,
Österreich, der Schweiz und an Deutschen Auslandsschulen in Europa. Im
Mittelpunkt stehen gesellschaftspolitische Herausforderungen, mit denen sich
die Jugendlichen im Rahmen des Wettbewerbs aktiv auseinandersetzen müssen. Um die wissenschaftliche Qualität der eingereichten Beiträge zu gewährleisten, kooperiert die Siemens Stiftung mit den renommierten Universitäten RWTH Aachen, TU Berlin und TU München. Ein zentrales Anliegen ist darüber hinaus die nachhaltige Förderung der Teilnehmer. Mit zweckgebundenen Preisgeldern, Informationsveranstaltungen der Partner- Universitäten und individuellen Studienberatungen durch Tutoren unterstützt
die Stiftung die jungen Talente auf ihrem Weg in die eigene Zukunft. Seit 2011
ist der Schülerwettbewerb der Siemens Stiftung zudem Mitglied in der
Arbeitsgemeinschaft der bundesweiten Schülerwettbewerbe.


Juroren des diesjährigen Schülerwettbewerbs waren: Prof. Dr. Frank Behrendt
(TU Berlin), Prof. Dr. Matthias Finkbeiner (TU Berlin), Christiane Götz-Sobel
(ZDF), Prof. Dr. Oliver Junge (TU München), Dr. Eva Sandmann (TU
München), Prof. Dr. Armin Schnettler (RWTH Aachen), Prof. Dr. Ulrich
Schreiber (TU München), Prof. Dr. Dieter Georg Senk (RWTH Aachen), Prof.
Dr. Martina Ziefle (RWTH Aachen) und Prof. Dr. Felix Ziegler (TU Berlin)


Über die Siemens Stiftung
Die gemeinnützige Siemens Stiftung wurde 2008 von der Siemens AG
gegründet. Sie ist mit Projekten zur Stärkung der Zivilgesellschaft
insbesondere in Afrika, Lateinamerika und Deutschland/Europa tätig. Ziel ist
es, einen langfristigen Beitrag zur Minderung von Armut und zu besserer
Bildung zu leisten. Die Stiftung arbeitet auf drei Gebieten: Sie unterstützt den
Ausbau der Grundversorgung sowie die Verbesserung von Sozialstrukturen,
initiiert Bildungsprojekte und trägt zur Reflexion über kulturelle Identitäten und
Kunst bei. Maßgeblich ist für die Stiftungsarbeit, Hilfe zur Selbsthilfe zu fördern.
Die Projektentwicklung der Siemens Stiftung erfolgt in enger Zusammenarbeit
mit lokalen und internationalen Kooperationspartnern sowie in Allianz mit den
anderen vom Unternehmen gegründeten Siemens Stiftungen in Argentinien,
Brasilien, Frankreich, Kolumbien und den USA. Weitere Informationen unter
www.siemens-stiftung.org