Pressemitteilung | Bildung 02.03.2010

Regionale Gewinner des Schülerwettbewerbs 2010 der Siemens Stiftung an der TU Berlin ausgezeichnet

„Garantiert CO2 frei!“, „Zylinder, die die Welt bewegen“ und „Erhöhung der Reichweite eines Elektroautos durch den Einsatz eines thermochemischen Wärmespeichers“ – so heißen die Forschungsarbeiten, mit denen drei Teams aus Berlin und Schulpforte die Jury der TU Berlin beim regionalen Finale am 1. März überzeugen konnten. Damit haben sich fünf Schülerinnen und Schüler für das nationale Finale vom 20. bis 22. März 2010 in München qualifiziert. Sie treten dort gegen die Gewinner der am 2. und 3. März ausgetragenen regionalen Entscheide an der RWTH Aachen und der TU München an.

Dr. Gabriele Wendorf, Vizepräsidentin der TU Berlin, würdigte die Leistungen der  fünf Teams im regionalen Finale: „Mit dem Thema des Schülerwettbewerbs ‚Energie-Genies der Zukunft‘ haben wir die Jugendlichen erfolgreich motiviert, sich kreativ auf einem wissenschaftlichen Niveau mit Energieeffizienz zu beschäftigen. Wie wir Energie effizienter nutzen können, haben alle Teams durch innovative und überzeugende Ideen gezeigt. Vor allem die Universitäten brauchen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die sich mit aktuellen naturwissenschaftlichen Themen beschäftigen und Lösungen für zukünftige Herausforderungen finden.“

Prof. Dr. Felix Ziegler, Leiter des Fachgebietes Maschinen- und Energieanlagentechnik an der TU Berlin, lobte auch im Namen seiner beiden Jurykollegen Prof. Dr. Kai Strunz und Prof. Dr. Frank Behrendt die Leistungen der Jugendlichen: „Wir als Jury haben zahlreiche sehr gute Arbeiten gelesen und bewertet. Die Qualität der hier präsentierten fünf Forschungsprojekte ist hervorragend. Alle Schülerinnen und Schüler haben Lösungen entwickelt, die praktisch umsetzbar sind. Auch wenn nur drei Teams in das nationale Finale einziehen, können doch alle Jugendlichen stolz auf ihre Leistungen sein.“

Qualifiziert für das nationale Finale haben sich Franz Radke und Felix Winkler vom Heinrich-Hertz-Gymnasiums in Berlin mit ihrer Arbeit „Zylinder, die die Welt bewegen“ sowie Sebastian Boeckel und Philip Fitschen von der Landesschule Pforta in Schulpforte mit ihrem Projekt „Erhöhung der Reichweite eines Elektroautos durch den Einsatz eines thermochemischen Wärmespeichers“. Und auch Viola Valentina Vogler von der Beethoven-Schule in Berlin hat die Jury mit ihrer Forschungsarbeit „Garantiert CO2 frei!“ überzeugt. Die Schülerin geht der Frage nach, wie man mithilfe von Calciumhydroxid die Emissionen von Einpersonenhaushalten CO2-frei machen kann. „Mich hat das Thema Energieeffizienz besonders gereizt, weil es für uns alle schon jetzt sehr wichtig ist. Man hat das Gefühl, mit der eigenen Forschungsarbeit auch wirklich etwas bewegen zu können“, beschrieb Vogler ihre Motivation für die Teilnahme beim Wettbewerb.

Die drei Gewinnerteams wurden für ihre Arbeiten mit jeweils 3.000 EUR honoriert. Zusätzlich erhielt jede betreuende Lehrkraft 2.000 EUR für ihren Fachbereich. Beim nationalen Finale präsentieren die neun besten Teams der drei regionalen Entscheide ihre Arbeit vor einer zehnköpfigen Jury. Im nationalen Entscheid erhalten die drei Gewinnerteams Preisgelder zur Finanzierung ihres Studiums in Höhe von bis zu 30.000 EUR. Die Schule bzw. der Fachbereich der unterstützenden Lehrkraft erhält zusätzlich bis zu 3.000 EUR.

Beim Schülerwettbewerb 2010 der Siemens Stiftung sind bundesweit 350 Schülerinnen und Schüler an den Start gegangen und haben 102 Arbeiten eingereicht. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Aufgabe, zum Thema „Energie-Genies der Zukunft – Ideen für mehr Effizienz.“ innovative, wissenschaftliche und kreative Lösungsansätze zu entwickeln. Teilnehmen konnten alle Interessierten der Jahrgangsstufen 11 und 12 (G8) und 11 bis 13 (G9) an allgemein bildenden Schulen (Gymnasien, Integrierte Gesamtschulen und Freie Waldorfschulen) sowie Fachoberschulen und Fachgymnasien in Deutschland.

Die Siemens Stiftung wurde im September 2008 als gemeinnützige Stiftung b. R. mit Sitz in München gegründet und von der Siemens AG mit einem Stiftungskapital von 390 Millionen Euro ausgestattet. Die Stiftung setzt damit die mehr als 160-jährige Tradition des gesellschaftlichen Engagements des Unternehmens fort. Die Aufgabe der Siemens Stiftung ist es, Antworten auf weltweite gesellschaftliche Herausforderungen zu erarbeiten, Chancen aufzuzeigen und in Notfällen Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Nach dem Stiftungsauftrag stehen im Fokus der Tätigkeit soziales Engagement, Bildung, Technik sowie Kunst und Kultur. Die Siemens Stiftung ist überwiegend operativ tätig, d. h., sie initiiert vor allem eigene Projekte und führt diese durch.