Pressemitteilung | Bildung 03.03.2011

Mit intelligenten Insekten, problematischen Pflanzen und bedrohten Bäumen ins Finale des Schülerwettbewerbs 2011

Wie kann man Ressourcen sinnvoller einsetzen? Indem man Ameisenheuristiken zur Optimierung der Energieversorgung verwendet, Biogasanlagen mit Japanknöterich befüllt und nachhaltige Holzwirtschaft betreibt. Für diese drei Forschungsarbeiten entschieden sich die Juroren der TU München beim gestrigen Vorentscheid des Schülerwettbewerbs der Siemens Stiftung. Die insgesamt vier Schülerinnen und Schüler aus Leipzig, Bayreuth und Bad Kötzting haben sich damit für das Finale vom 02. bis 04. April 2011 in München qualifiziert. Dort treten sie gegen die Gewinner der Vorentscheide an der TU Berlin und der RWTH Aachen an.

„Das Thema Ressourcenschonung haben wir ausgewählt, weil es so viele Ansatzpunkte gibt. Ich finde es schön, dass die Jugendlichen dieses Angebot auch genutzt haben und bei ihren Projekten in ganz verschiedene Richtungen gegangen sind“, freut sich Christa Mühlbauer, Projektleiterin bei der Siemens Stiftung.


Prof. Dr. Oliver Junge, der als Professor für Angewandte Mathematik an der Technischen Universität München bereits zum fünften Mal Arbeiten für den Schülerwettbewerb begutachtet hat, ist vor allem von der Professionalität der Teilnehmer begeistert: „Da kommen junge Leute, zum Teil erst in der 10. Klasse, und halten ganz souverän einen Vortrag über ein selbst erarbeitetes, komplexes Thema. Hut ab!“


Im diesjährigen Finale vertreten sind Patricia Wienert vom Richard-Wagner-Gymnasium Bayreuth (Thema: Fallopia japonica als alternative Energiepflanze zum Mais), Marvin Franke und Christian Müller von der Wilhelm-Ostwald-Schule Leipzig (Optimierung der Energieversorgung durch Ameisenheuristiken) sowie Simon Kollross vom Benedikt-Stattler-Gymnasium Bad Kötzting (Thema: Die Veränderungen des Oberen Bayerischen Waldes durch die Nutzung von Holz als Energieträger). Für ihn war sein Projekt eine Herzensangelegenheit: „Ich habe festgestellt, dass in der Region Cham immer mehr Holz geschlagen und verheizt wird. Da wollte ich einfach wissen, ob das auf lange Sicht gut geht.“

Die drei Gewinnerteams werden für ihre Arbeiten mit jeweils 2.500 EUR honoriert. Zusätzlich erhält jede betreuende Lehrkraft 1.500 EUR für ihren Fachbereich.


Insgesamt hatten sich 400 Jugendliche mit 200 Projekten zum Wettbewerb angemeldet. Erstmals stand der Wettbewerb auch Teilnehmern aus Österreich, der Schweiz und von Deutschen Auslandsschulen in Europa offen. 116 Arbeiten aus sechs Ländern wurden eingereicht und an den Partner-Universitäten bewertet.


Weitere Informationen unter: www.siemens-stiftung.org/schuelerwettbewerb

In der Anlage finden Sie Informationen zu den Forschungsarbeiten der Gewinnerteams.


Die gemeinnützige Siemens Stiftung wurde im Herbst 2008 von der Siemens AG gegründet. Sie ist mit Projekten zur Stärkung der Zivilgesellschaft insbesondere in Afrika, Lateinamerika und Deutschland/Europa tätig. Ziel ist es, einen langfristigen Beitrag zur Minderung von Armut und zu besserer Bildung zu leisten. Die Stiftung arbeitet auf drei Gebieten: Sie unterstützt den Ausbau der Grundversorgung sowie die Verbesserung von Sozialstrukturen, initiiert Bildungsprojekte und trägt zur Reflexion über kulturelle Identitäten und Kunst bei. Maßgeblich ist für die Stiftungsarbeit, Hilfe zur Selbsthilfe zu fördern. Die Projektentwicklung der Siemens Stiftung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Kooperationspartnern sowie in Allianz mit den anderen vom Unternehmen gegründeten Siemens Stiftungen in Argentinien, Brasilien, Frankreich, Kolumbien und den USA. Weitere Informationen unter www.siemens-stiftung.org