Meldung | Grundversorgung & Social Entrepreneurship 02.04.2014

IRENE I SEE bei der East African Healthcare Federation Conference in Nairobi

Aline Wachner bei ihrem Impulsvortag zur Rolle von Sozialunternehmen und Social Franchising bei der Gesundheitsversorgung.
© Siemens Stiftung

Vom 2. bis 4. März 2014 fand in Nairobi die zweieinhalbtägige Konferenz der East African Healthcare Federation der fünf Unterzeichnerländer Burundi, Kenia, Ruanda, Tansania und Uganda statt. Unter dem Motto „Creating Business Opportunities in Healthcare in East Africa“ trafen sich insgesamt über 700 registrierte Teilnehmer – darunter Ärzte, Entwicklungsorganisationen, NGOs, Regierungsvertreter sowie privatwirtschaftliche Unternehmen aus aller Welt – und besprachen den bisherigen Erfolg und Verbesserungsbedarf sowie neue Kooperationsmöglichkeiten zur Schaffung stabiler und gerechter Gesundheitsmärkte in Ostafrika. Die Konferenz wurde von zahlreichen Großsponsoren gefördert, darunter auch die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) aus Deutschland, die bereits seit 2005 die Kenianische Regierung bei der Stärkung des Gesundheitssektors unterstützt.

Aline Wachner, Doktorandin im "International Research Network on Social Economic Empowerment (IRENE I SEE), das von der Siemens Stiftung und der Zeppelin Universität gegründet wurde, leitete die Session zur Rolle von Sozialunternehmen und Social Franchising bei der Gesundheitsversorgung für arme Bevölkerungsgruppen in Ostafrika. Auf Basis Ihrer vergleichenden Forschung von Sozialunternehmen in vier verschiedenen Ländern mit unterschiedlichem Entwicklungsstand – Kenia, Kolumbien, Mexiko und Südafrika – erläuterte sie die Fähigkeiten, die Strategien und die Schwierigkeiten von Sozialunternehmen, die Legitimität und die finanzielle Unterstützung von unterschiedlichsten Stakeholdern zu gewinnen. „In einem Land, das langsam die Stärke erlangen möchte sich von internationalen Entwicklungsgeldern unabhängig zu machen, sind Sozialtunternehmen eine intelligente Organisationsform. Durch ihre explizite hybride Identität, die das Soziale und das Kommerzielle vereint, sind sie beispielsweise in der Lage sowohl Spender als auch Investoren von ihrem Ansatz zu überzeugen. Das hilft ihnen, die finanziellen Mittel zu erlangen, die ihnen genügend Zeit geben, um langfristig überlebensfähige Organisationen zur Gesundheitsversorgung armer Bevölkerungsgruppen aufzubauen“ erklärt Aline Wachner in ihrem Impulsvortrag.

Im Anschluss leitete Aline Wachner eine Podiumsdiskussion mit fünf Akteuren aus dem Bereich des Sozialunternehmertums und des Social Franchisings im Gesundheitssektor in Kenia.

Ein Interview von ZU|Daily mit Aline Wachner gibt weitere Einblicke in ihre Forschung: http://www.zu-daily.de/daily/tiefenbohrung/2014/03-20_sozialunternehmen-wachner.php