Pressemitteilung | Entwicklungskooperation 17.09.2012

Internationales Netzwerk von Sozialunternehmern tagt in Frankfurt

Sozialunternehmer entwickeln innovative Lösungen zur Bekämpfung von Problemen der Grundversorgung – doch wie lässt sich deren Wirkung
verstärken?

16 Sozialunternehmer aus Lateinamerika, Afrika und Asien treffen sich vom 17. – 19. September 2012 in den Räumen der KfW Bankengruppe in Frankfurt. Im Mittelpunkt der diesjährigen Konferenz der Community Impact Development Group (CIDG) steht die Frage, wie die gesell-schaftliche Wirkung der innovativen Lösungsansätze von Sozial-unternehmern maximiert werden kann.

Im Rahmen der CIDG unterstützen die Siemens Stiftung und Ashoka aus-gewählte Sozialunternehmer aus Schwellen- und Entwicklungsländern dabei, ihre Businesspläne zu verbessern und potentielle Kooperationspartner und Investoren zu finden. Darüber hinaus bieten sie eine Plattform zum Erfahrungs-austausch. Die Sozialunternehmer verbessern mit ihren Projekten aus den Bereichen Energie, Wasser, Landwirtschaft, Abfallmanagement und wirt-schaftliche Entwicklung die Lebensqualität in Entwicklungsländern und bieten Ausbildungs-, Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten.

„Sozialunternehmer entwickeln Geschäftsmodelle, um gesellschaftliche Pro-bleme zu lösen. Sie verbessern die Lage der Menschen vor Ort und schaffen Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe. Mit Initiativen wie der CIDG oder unserem ‚empowering people.Award‘ wollen wir sie dabei unterstützen“, erläutert Ulrike Wahl, Geschäftsführender Vorstand der Siemens Stiftung.

Ziel der CIDG ist es, den Sozialunternehmern dabei zu helfen, ihre Geschäfts-ideen zu skalieren, d.h. die gesellschaftliche Wirkung der von ihnen ent-wickelten Lösungen für soziale Probleme zu vergrößern.

„Sozialunternehmern geht es in erster Linie darum, dass möglichst viele Menschen von ihren Ideen profitieren können. Dazu kann das eigene Unter-nehmen wachsen, muss es aber nicht. Mindestens ebenso effektiv ist es, ein Netzwerk von Partnern aufzubauen, die die Mission teilen, oder einen gezielten Wissenstransfer zu betreiben, damit Innovationen weiterentwickelt werden können“, erklärt Felix Oldenburg, Hauptgeschäftsführer der Ashoka Deutschland gGmbH.

Podiumsdiskussion „Scaling Impact – How to grow social entrepreneurial innovations?”

Um die Frage, wie sich die Wirkung von sozialunternehmerischen Innovationen maximieren lässt, geht es auch im Rahmen einer Podiumsdiskussion, zu der die KfW gemeinsam mit der Siemens Stiftung und Ashoka einlädt: Zum Abschluss des ersten Konferenztags der CIDG diskutieren am 17. September von 19.00 – 20.30 Uhr Roland Siller (Direktor der KfW, Europa und Asien), Joachim Schumacher (Bereichsleiter Afrika und Lateinamerika, DEG), Ulrike Wahl (Geschäftsführender Vorstand der Siemens Stiftung) und Konstanze Frischen (Ashoka International) mit Akteuren aus Afrika und Asien über Chancen und Herausforderungen beim Wachstum und die besten Wege, die gesellschaftliche Wirkung ihrer sozialunternehmerischen Geschäftsmodelle zu steigern.

„Die Unterstützung von Sozialunternehmern ist eine logische Weiter-entwicklung unseres Engagements in der Finanzierung von Kleinunternehmern sowie der Investitionen in die soziale Infrastruktur in Entwicklungs- und Schwellenländern. Skalierbare sozialunternehmerische Geschäftsmodelle haben das Potential, die oft unzureichenden öffentlichen Angebote in Bereichen wie Gesundheit und Bildung oder der Trinkwasserversorgung effizient zu ergänzen. Wir freuen uns deshalb, die CIDG mit dem Thema ‚Scaling Impact‘ als Gastgeber zu unterstützen", sagt Roland Siller, Direktor der KfW.

Weitere Informationen zur CIDG finden Sie unter www.siemens-stiftung.org/CIDG

Weitere Informationen zur Podiumsdiskussion erhalten Sie unter www.siemens-stiftung.org/CIDG/Podiumsdiskussion

ENCOURAGE. empowering people. Die Siemens Stiftung will Menschen in die Lage versetzen, sich aktiv gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen und bezieht sich dabei ideell auf die Werte von Werner von Siemens. Sie engagiert sich in den Bereichen Ausbau der Grundversorgung und Social Entrepreneurship, Förderung von Bildung sowie Stärkung von Kultur. Die Stiftung verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und steht für verantwortungsvolle, wirkungsorientierte und innovative Projektarbeit.

Weitere Informationen unter www.siemens-stiftung.org

Ashoka ist die erste und weltweit führende Organisation zur Förderung von Social Entrepreneurs. Ashoka identifiziert in 70 Ländern skalierbare gesellschaftliche Innovationen und unterstützt die dahinter stehenden 2.500 Social Entrepreneurs als Ashoka Fellows bei der Verbreitung ihrer Idee mit Stipendien, Beratung sowie einem globalen Netzwerk. Mit zahlreichen Programmen trägt Ashoka zu einer Welt bei, in der jeder positiven gesell-schaftlichen Wandel gestalten kann. Ashoka finanziert sich ausschließlich durch private Investoren sowie Partnerschaften mit der Wirtschaft und Stiftungen.

Weitere Informationen unter www.ashoka.org