Vom 1. Dezember 2011 bis zum 29. Februar 2012 waren Unternehmen dazu aufgerufen, ihre Bewerbung für den „G20 Challenge on Inclusive Business Innovation“ einzureichen ( www.g20challenge.com ). Eine Jury, zusammengesetzt aus Vertretern der G20 Mitgliedsstaaten, internationalen Organisationen, Privatsektor und Wissenschaft wählte 15 Gewinner aus, die während des G20 Gipfels in Mexiko im Juni 2012 vorgestellt und ausgezeichnet wurden. Ein zentrales Kriterium des Wettbewerbs war, dass die unternehmerischen Ansätze einen wirksamen Beitrag zur sozialen und wirtschaftlichen Inklusion leisten. In mehreren auf den Wettbewerb nun folgenden Workshops können die Unternehmer Erfahrungen austauschen, relevante Stakeholder treffen, Partner gewinnen und gemeinsam lernen, wie ihre Geschäftsmodelle in andere Märkte übertragen werden können.
Die Teilnehmer des Workshops zum G20-Ideenwettbewerb
Als Ko-Fazilitator der G20 Entwicklungssäule übernimmt das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auch auf internationaler Ebene eine Führungsrolle bei der Förderung von inklusiven Geschäftsmodellen. Die Siemens Stiftung kooperiert beim G20 Challenge mit dem BMZ als Partner für die mehrtägigen Workshops, die für die Gewinner des Wettbewerbs gemeinsam mit der GIZ vorbereitet und in 2012 und 2013 durchgeführt werden. Der Eröffnungs-Workshop fand am 19. und 20. September 2012 in Berlin statt. (zur News)
Die Gewinner des Ideenwettbewerbs stammen vorrangig aus Lateinamerika, Süd-Asien und Subsahara-Afrika. Sie binden mit ihren Geschäftsmodellen 40 Millionen Menschen, die am unteren Ende der Einkommensgrenze leben, als Zulieferer, Produzenten oder Kunden in den Wirtschaftskreislauf ein. Auf Initiative der Siemens Stiftung und Ashoka waren acht Mitglieder des internationalen Netzwerkes von Sozialunternehmern CIDG (Community Impact Development Group) bei dem Workshop vertreten. Damit soll der Erfahrungsaustausch zwischen den Unternehmern angeregt werden.
Ulrike Wahl, Geschäftsführender Vorstand* der Siemens Stiftung: „Die G20 Challenge on Inclusive Business Innovation gibt einen wirksamen Impuls sowohl zur wirtschaftlichen Entwicklung als auch zur Stärkung sozialer Strukturen. Die Siemens Stiftung unterstützt in ihrer Projektarbeit sozialunternehmerische Ansätze mit der Zielsetzung, innovative Modelle in die Skalierbarkeit zu bringen. Hauptanliegen ist dabei die Maximierung des ‚Community Impacts‘, das heißt die Verbesserung der Lebensqualität insgesamt. Diese Erfahrung wollen wir vor allem in der inhaltlichen Konzipierung der Workshops einbringen.“
* bis 30.09.2012