Hier finden Sie die aktuellsten Pressemitteilungen und Aktuelles zur Siemens Stiftung im Überblick.
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29.03.2010
Unter welchen Bedingungen ist in Zukunft ein gutes Leben möglich? Um sich dieser Frage anzunähern, veranstalten die Humboldt-Universität zu Berlin und die Siemens Stiftung vom 28. April bis zum 30. Juni 2010 die öffentliche Redereihe „Und jetzt – Richtungen der Zukunft“. Sie findet im Rahmen des Fest- und Jubiläumsprogramms der Humboldt-Universität aus Anlass ihres 200-jährigen Bestehens statt.
Die aktuellen globalen Krisen und Gefährdungen bilden den Ausgangspunkt für die Reflexionen der eingeladenen Referenten, die sowohl natur- und geistes-wissenschaftliche als auch künstlerische Perspektiven einnehmen. In ihren Vorträgen stellen sie Fragen nach den Zukunftsaussichten einer zusammenwachsenden, in allen Lebensbereichen immer komplexer werdenden Welt. Die Vortragenden kommen aus Deutschland, England, Indien, Israel, Kanada, Österreich und den USA. In den Reden werden Zukunftsmodelle und Szenarien vorgestellt werden, die Anstöße zur Weiterentwicklung offener, verantwortlicher und problemlösungskompetenter Gesellschaften bieten. Die Siemens Stiftung begegnet damit gemäß ihrem Auftrag den weltweiten Herausforderungen unserer Zeit. Die von ihr initiierte interdisziplinäre und international ausgerichtete Redereihe möchte dem Anspruch der Stiftung gerecht werden, im Spannungsfeld von Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur den Austausch von Wissen und Ideen zu fördern, die vom Denken zum konkreten Handeln führen. Die Humboldt-Universität zu Berlin ist die älteste der Berliner Hochschulen und lebt mit ihren 200 Jahren bewegter Geschichte. Im Jubliläumsjahr 2009/2010 präsentiert sich die Humboldt-Universität mit Ausstellungen, Vorträgen, Symposien und Konzerten als „Das moderne Original“ – einem Ort, an dem seit zwei Jahrhunderten Herausragendes in Lehre und Forschung geleistet wird.
Zu den eingeladenen Experten der Redereihe „Und jetzt – Richtungen der Zukunft“ gehören die Hirnforscherin Baroness Susan Greenfield (28.4.: „The Human Mind in the 21st Century: Scenarios and Options“), der Schriftsteller Josef Winkler (5.5.: „Die Realität so sagen, als ob sie trotzdem nicht wär“), die Journalistin Sunita Narain (12.5.: „Building a Climate-Resilient World“), der Soziologe und Sozialpsychologe Harald Welzer (12.5.: „Zu spät für Pessimismus. Über die kulturelle Praxis einer zukunftsfähigen Gesellschaft“), der Wirtschaftswissenschaftler Stephan A. Jansen (19.5.: „Wer macht was? Eine konstitutionelle Perspektive der gesellschaftlichen Arbeitsteilung des Guten. Ein Plädoyer für einen neuen Diskurs über Staat, Wirtschaft, Stiftungen und Sozialunternehmen“), der Philosoph und Politikwissenschaftler Charles Taylor (26.5.: „Two Directions for Secular Societies“), der Anthropologe und Ethnologe Arjun Appadurai (2.6.: „The Future of Hope: Emerging Global Conditions for Urban Aspirations“), die Soziologin Eva Illouz (9.6.: „Capitalism with Feelings, or: How Emotions Became Commodities“), der Ökonom Paul Collier (16.6.: „The Plundered Planet: Why We Must and How We Can Manage Nature for Global Prosperity“), der Jurist Martin Hoffmann (23.6.: „Eine offene Gesellschaft ist eine Kulturgesellschaft“) und der Anthropologe Marcel Hénaff (30.6.: „The New Mastery over the World: Virtual Money, Debt, and Time“).
Alle Vorträge werden jeweils mittwochs um 19:00 Uhr in englischer oder deutscher Sprache in der Humboldt-Universität zu Berlin gehalten (Hauptgebäude, Kinosaal, Unter den Linden 6, 10117 Berlin). Der Eintritt ist frei. Moderieren wird Prof. Dr. Thomas Macho vom Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. Einzelne Vorträge stehen im Internet als Live-Stream zur Verfügung.
Ausführliche Informationen zum Ablauf der Redereihe, zu den Biografien der Vortragenden und zum Inhalt ihrer Vorträge finden Sie unter: www.siemens-stiftung.org und www.hu200.de
Die Siemens Stiftung wurde im September 2008 als gemeinnützige Stiftung b.R. mit Sitz in München gegründet und von der Siemens AG mit einem Stiftungskapital von 390 Millionen Euro ausgestattet. Die Stiftung setzt damit die mehr als 160-jährige Tradition des gesellschaftlichen Engagements des Unternehmens fort. Die Aufgabe der Siemens Stiftung ist es, Antworten auf weltweite gesellschaftliche Herausforderungen zu erarbeiten, Chancen aufzuzeigen und in Notfällen Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Nach dem Stiftungsauftrag stehen im Fokus der Tätigkeit soziales Engagement, Bildung, Technik sowie Kunst und Kultur. Die Siemens Stiftung ist überwiegend operativ tätig, d. h. sie initiiert vor allem eigene Projekte und führt diese durch.
Die Humboldt-Universität zu Berlin durchlief in ihrer 200-jährigen Geschichte viele Wandlungen. Sie ist heute in elf Fakultäten geliedert, verfügt über starke interdisziplinäre Forschungszentren, mehrere Zentralinstitute und Graduate Schools. Das Lehrangebot und Forschungsprofil der Humboldt-Universität umfasst alle grundlegenden Wissenschaftsdisziplinen in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften, der Humanmedizin, den Agrarwissenschaften sowie der Mathematik und den Naturwissenschaften.