SiemensForum, München
Die Lesereihe „Luftpost“ der Siemens Stiftung lädt Schriftstellerinnen und Schriftsteller ein, die in ihren Romanen und Erzählungen einen literarischen Blick auf die soziale, kulturelle und politische Lage ihres jeweiligen Landes werfen. Es geht darum, angesichts einer zusammenwachsenden Welt ungewohnte oder neue Perspektiven einzunehmen und die seismografischen Qualitäten der Kunst wirksam werden zu lassen.
Anlässlich des diesjährigen Buchmesseschwerpunkts widmet sich „Luftpost“ in den ersten beiden Lesungen zunächst dem Land Argentinien. Die argentinische Literaturszene gilt momentan als die lebendigste Lateinamerikas. Im Zentrum des im September stattfindenden Auftakts stehen zwei Neuerscheinungen, die auf je eigene Weise die argentinische Wirklichkeit ins Auge fassen.
Timo Berger und Rike Bolte, Herausgeber der Anthologie „Asado verbal“ (Verlag Klaus Wagenbach), haben Geschichten über eine Gesellschaft zusammengestellt, die ihre Wirtschaftskrise schon lange vor uns zu bewältigen hatte. Ganz nebenbei geben sie Einblicke in die Lebenswelten der kleinen Leute Argentiniens.
Moderation
Knut Cordsen
links Rike Bolte: Carlos Hernández, © privat
rechts Timo Berger: Sarah Otter
Keine andere literarische Gattung ist in Argentinien so beliebt und hat eine so lange Tradition wie die der Erzählung. Samanta Schweblin, von der argentinischen Literaturkritik bereits als die beste Erzählerin ihrer Generation gefeiert, schafft mit „Die Wahrheit über die Zukunft“ (Suhrkamp Verlag) einen eigenen, wundersamen Erzählkosmos.
Moderation
Volker Isfort
Samantha Schweblin: © Suhrkamp Verlag
Die Lesungen finden jeweils im SiemensForum, Auditorium,
Oskar-von-Miller-Ring 20, 80333 München statt.
Der Eintritt für Besucher ist frei.
Michael Roßnagl (Siemens Stiftung) und Anja Funke (Siemens Stiftung)
Dr. Alexander Müller, München