Wasserstationen bieten Trinkwasser für ländliche Gebiete nördlich von Nairobi

In Kenia ist die Anbindung der ländlichen Bevölkerung an eine Infrastruktur für Wasser und Elektrizität gering – nur 12 Prozent beziehen Trinkwasser aus einem geregelten Versorgungsnetz. Die Siemens Stiftung engagiert sich gemeinsam mit der internationalen Umweltstiftung Global Nature Fund beim Aufbau dezentraler Wasserstationen, um die Menschen im Norden Nairobis in der Trinkwasserversorgung zu unterstützen und gleichzeitig das lokale Unternehmertum zu stärken. Das kenianische Unternehmen PureFlow übernimmt die Umsetzung und Beratung vor Ort.

 

Einige Kunden der Wasserstation holen Trinkwasser gleich für mehrere Familien

Wasserstation im Maragua District

Seit Frühjahr 2011 arbeitet die Wasserstation auf dem Gelände des „Maragua Ridge Health Centres“. Durch die Anbindung an das Krankenhaus kann der Rückgang der wasserbedingten Krankheiten wie Durchfall und Wurmbefall gut beobachtet werden. Auch hier ist die Einbindung der Communities ab Beginn entscheidend gewesen, so konnten bereits in den ersten zwei Tagen ab Eröffnung 1.500 Liter Wasser verkauft werden.   

Eine erste Wasserstation am Waisenhaus Watoto Wenye Nguvu ging bereits im Sommer 2010 in Betrieb. Sie versorgt die Kinder des Waisenhauses sowie die Bewohner der umliegenden Dörfer. Mit der Eröffnung der zweiten Station im District Maragua haben nun mehr als 3.000 Menschen langfristigen Zugang zu sauberem Wasser.

Die Erfahrungen aus diesen Projekten gehen in die Realisierung weiterer Stationen ein. So zeigte sich zum Beispiel die niedrige Alphabetisierungsrate in der Region als kritischer Punkt, wenn es um die Verbreitung von Wissen über sicheres Trinkwasser, Hygiene und Gesundheit geht. Die Weitergabe von Informationen erfolgt mündlich zum Bespiel über Gruppen und Zusammenkünfte der Bevölkerung und erfordert damit einen hohen persönlichen Einsatz aller Beteiligten. Ebenso rückte die „letzte Meile“ der Wasserversorgung in den Blickwinkel der Projektverantwortlichen: da verschmutze Gefäße das saubere Wasser wieder verunreinigten, wird ein Pfandsystem für gereinigte Flaschen und Kanister eingeführt.

Kooperationspartner

Global Nature Fund, PureFlow, SkyJuice Foundation und Siemens Stiftung

Projektleitung

Christine Weyrich
Tel. +49 / 89 / 54 04 87-3 01

Projektseite Global Nature Fund:

http://www.globalnature.org/trinkwasser-kenia