ENCOURAGE. empowering people

Eine Ebene höher

Äthiopien

Trinkwasserversorgung in der Afar-Region

 

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser verbessert die Lebensqualität in der Afar-Region in Äthiopien

Im Nordosten Äthiopiens arbeitet die Siemens Stiftung zusammen mit der Stiftung UNESCO und deren Partner, der internationalen Initiative HOPE'87 (Hundreds of Original Projects for Employment), an dem Aufbau einer angepassten Wasser- und Sanitärversorgung für die ländliche Bevölkerung. Ziel ist, durch die Konstruktion von Brunnen und Wasserbecken dem halbnomadischen Volk der Afar einen verbesserten Zugang zu der lebenswichtigen Ressource zu ermöglichen. Denn das Vorhandensein von sauberem Wasser ist eine entscheidende Grundlage für die Existenz der Familien, die überwiegend von Viehzucht leben. Wasser ist für sie ein erster Schritt für weitere, teils eigenständige Entwicklungen in den Bereichen Gesundheit, Bildung oder Landwirtschaft.

 

 

 

Seit dem Projektstart im November 2008 wurde viel erreicht:

  • In den Distrikten Dulecha und Argoba Special sind fünf Brunnen und ein Wasserbecken kurz vor ihrer Fertigstellung beziehungsweise konnten bereits in Betrieb genommen werden.
  • Die städtische Wasserversorgung in der Stadt Gachenie wurde durch den Einsatz neuer Generatoren und Pumpen wieder aktiviert.
  • Vier mobile Wasserfilter sorgen an verschiedenen Standorten für die Qualität des gewonnenen Wassers.
  • In Dulecha und Gachenie ermöglichen Latrinen und Abfallgruben eine sanitäre Grundversorgung der Menschen.

Durch die Aktivitäten konnte bislang die Situation von mehr als 5.300 Menschen verbessert werden. Mehr als 3.300 Tiere der Afar haben nun auch während der Dürreperioden Zugang zu Wasser und sichern damit das Auskommen ihrer Besitzer. Auch Rückschläge forderten das Projektteam. So fiel während der Trockenzeit der Wasserspiegel in einigen Brunnen so stark, dass die Rohre der Handpumpen das Grundwasser nicht mehr erreichten. Auch fielen Pumpen durch Defekte ganz aus und die Beschaffung von Ersatzteilen erwies sich in der Region als schwierig. Dennoch sind die Partner zuversichtlich, durch Fortführung der Aktivitäten bis Ende 2011 weitere Familien zu erreichen.

Engagement der Bevölkerung

Die lokale Bevölkerung arbeitet aktiv an den verschiedenen Projekten mit: Lokale, von der Gemeinschaft gewählte Wasserkomitees verantworten die Wartung und Instandhaltung der Anlagen sowie die Verteilung des Wassers. Workshops klären die Gemeinschaften zu den Themen Hygiene und Gesundheitsvorsorge auf. Sogenannte „Mini Media Clubs“ thematisieren in den Schulen der Region interethnische Konflikte oder HIV/Aids Prävention mithilfe von Rollenspielen und Medien. Das Angebot wird von den Schülern begeistert aufgenommen und das Bewusstsein für Konfliktvermeidung und Gesundheitsvorsorge gestärkt.

Kooperationspartner

Stiftung UNESCO, HOPE’87, SkyJuice Foundation und Siemens Stiftung

Projektleitung

Christine Weyrich
Tel. +49 / 89 / 54 04 87-3 01