Große und kostspielige Infrastruktur-Projekte sind in den meisten Entwicklungsländern nicht angemessen um die Trinkwassersituation zu verbessern. Die Siemens Stiftung setzt deshalb bei ihrem Engagement ganz bewusst auf dezentrale Maßnahmen in den lokalen Gemeinden. In Kooperation mit der australischen SkyJuice Foundation spendet die Siemens Stiftung mobile Wasseraufbereitungssysteme, so genannte SkyHydrants, die sowohl an den örtlichen Trinkwasserbedarf als auch an die vorgefundene Situation angepasst werden können. Die Installation der Anlage erfordert nur wenige Handgriffe, und mit minimaler Schulung können Betrieb und Wartung eigenverantwortlich durch die lokale Bevölkerung vorgenommen werden. Auf diese Weise fördert die Siemens Stiftung ein nachhaltiges Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser und die eigene Gesundheit.

Der SkyHydrant ist ein Wasseraufbereitungssystem, das speziell für Regionen entwickelt wurde, die an keine geregelte Trinkwasserversorgung angeschlossen sind. Der in der Anlage enthaltene Membranfilter entfernt Krankheitserreger, Viren, Schwebstoffe und Trübungen aus dem Rohwasser und produziert so pro Tag bis zu 10.000 Liter Trinkwasser. Die Filteranlage ist mit rund 20 Kilogramm einfach zu transportieren und kann ohne elektrischen Strom betrieben werden. Somit ist der Einsatz auch in Gebieten mit schwacher Infrastruktur oder als technische Hilfe im Katastrophenfall möglich. Für eine nachhaltige Wasser-Lösung werden die Filter beispielsweise in gemeinsamen Projekten mit Save the Children und der Stiftung UNESCO eingesetzt um eine verbesserte Trinkwasserversorgung in Angola, Äthiopien, Burkina Faso und Kenia zu ermöglichen.