KIKUS-Methode

KIKUS-Methode

Level up

KIKUS-Methode

 

KIKUS-Methode

Spielerisch lernen

Spielen, singen, Spaß haben und dabei eine Sprache lernen, das ist das Grundkonzept von KIKUS (Kinder in Kulturen und Sprachen). Die Methode wurde von Dr. Edgardis Garlin, Sprachwissenschaftlerin und Vorstandsmitglied des ZKM, speziell für die Anforderungen einer frühen Sprachförderung für Kinder ab drei Jahren entwickelt. Die kindliche Erlebniswelt steht immer im Mittelpunkt: Themen wie Familie, Kleidung oder Essen werden zu Gegenständen der spielerischen Auseinandersetzung mit der zu lernenden Sprache. Wortschatz, Grammatik und sprachlich-soziale Handlungsmuster werden kindgerecht vermittelt und eingeübt. Über eine angeleitete Eltern-Kind-Arbeit wird die Beschäftigung mit der Erstsprache des Kindes in der Familie angeregt. Die Anerkennung für die Herkunftssprache stärkt das Selbstvertrauen der Kinder und unterstützt deren Mehrsprachigkeit.

Für die systematische Förderung in der Kleingruppe führen Kursleiterinnen des ZKM bundesweit  Deutschkurse nach der KIKUS-Methode in Kindertagesstätten und Grundschulen durch. Innerhalb eines Schuljahres findet wöchentlich eine Kurseinheit für bis zu acht Kinder statt. Bis zu zwei pädagogische Fachkräfte der Einrichtung begleiten den Kurs und werden so fortgebildet. Denn das Ziel besteht darin, dass die Einrichtung nach dieser Anleitung die Deutschkurse später selbstständig fortführen kann. Durch die Zusammenarbeit von Kursleitung, Erziehungseinrichtung und pädagogischer Fachkraft sollen möglichst viele Kinder von der Methode profitieren.

Das Sprachförderkonzept wurde 1998 erstmals durchgeführt und wird heute in einer Vielzahl an Kindertagesstätten bundesweit umgesetzt; weit über 20.000 Kinder konnten bereits von KIKUS profitieren. Durch die langfristige Kooperation zwischen dem ZKM und der Siemens Stiftung wird die Anzahl der geförderten Kinder stetig wachsen.