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Bildung

04.03.2010

Regionale Gewinner des Schülerwettbewerbs 2010 der Siemens Stiftung an der TU München ausgezeichnet

„Effizienzsteigerung an einem eigens entwickelten Wellenkraftwerk“, „Abwärme nutzbar machen – Effizienz steigern“ und „Mit Hibiskusblütentee und Kirschsaft zur grünen Energie“ – so heißen die Forschungsarbeiten, mit denen drei Teams aus Aalen, Erlangen und Lörrach die Jury der TU München beim regionalen Finale am 3. März überzeugen konnten. Damit haben sich sechs Schüler für das nationale Finale vom 20. bis 22. März 2010 in München qualifiziert. Sie treten dort gegen die Gewinner der am 1. und 2. März ausgetragenen regionalen Entscheide an der TU Berlin und der RWTH Aachen an.

„Ich war überrascht, wie einfallsreich sich junge Menschen mit einem komplexen Thema wie Energieeffizienz auseinandersetzen. Das hat mich sehr beeindruckt“, sagte Prof. Dr. Wilfried Huber, Beauftragter des Präsidenten für das Schulnetzwerk der TU München. „Wenn man die Qualität der fünf vorgestellten Projekte genauer betrachtet, dann muss man sich um den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland sicher keine Sorgen machen. Energie-Genies der Zukunft waren beim Schülerwettbewerb gesucht – ich denke, wir haben heute einige gefunden.“

Prof. Dr. Claudia Nerdel, Professorin für Fachdidaktik Life Sciences an der School of Education der TU München, würdigte auch im Namen ihrer beiden Jurykollegen Prof. Dr. Oliver Junge und Prof. Dr. Ulrich Schreiber die Projekte der Jugendlichen: „Uns als Jury wurden heute fünf sehr gute Arbeiten präsentiert. Die Lösungsansätze, die die Jugendlichen zum Thema Energieeffizienz entwickelt haben sind beeindruckend. Alle Teams können stolz auf ihre Leistung sein. Die Universitäten benötigen genau solchen wissenschaftlichen Nachwuchs, der innovative und umsetzbare Konzepte entwickelt.“

Qualifiziert für das nationale Finale haben sich Kai Dehlwes, Martin Hinz und Christoph Seifert vom Ohm-Gymnasium in Erlangen mit ihrer Arbeit „Effizienzsteigerung an einem eigens entwickelten Wellenkraftwerk“ sowie Gabriel Garreis und Alexander Trier vom Theodor-Heuss-Gymnasium in Aalen mit dem Projekt „Abwärme nutzbar machen – Effizienz steigern“. Und auch Stefan Vierke vom Hans-Thoma-Gymnasium in Lörrach hat die Jury mit seiner Forschung zum Thema „Mit Hibiskusblütentee und Kirschsaft zur grünen Energie“ überzeugt. Darin geht es um die Herstellung von Farbstoff-Solarzellen. „Das Forschen macht mir Spaß. Es geht mir nicht nur darum zu beobachten, sondern Phänomene wissenschaftlich zu erklären. Das Thema des Wettbewerbs hat zu meinem derzeitigen Projekt sehr gut gepasst“, beschrieb Vierke seine Motivation für die Teilnahme am Wettbewerb.

Die drei Gewinnerteams wurden für ihre Arbeiten mit jeweils 3.000 EUR honoriert. Zusätzlich erhielt jede betreuende Lehrkraft 2.000 EUR für ihren Fachbereich. Beim nationalen Finale präsentieren die drei besten Teams der drei regionalen Entscheide ihre Arbeit vor einer zehnköpfigen Jury. Im nationalen Entscheid erhalten die drei Gewinnerteams Preisgelder zur Finanzierung ihres Studiums in Höhe von bis zu 30.000 EUR. Die Schule bzw. der Fachbereich der unterstützenden Lehrkraft erhält zusätzlich bis zu 3.000 EUR. 

Beim Schülerwettbewerb 2010 der Siemens Stiftung sind bundesweit 350 Schülerinnen und Schüler an den Start gegangen und haben 102 Arbeiten eingereicht. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Aufgabe, zum Thema „Energie-Genies der Zukunft – Ideen für mehr Effizienz.“ innovative, wissenschaftliche und kreative Lösungsansätze zu entwickeln. Teilnehmen konnten alle Interessierten der Jahrgangsstufen 11 und 12 (G8) und 11 bis 13 (G9) an allgemein bildenden Schulen (Gymnasien, Integrierte Gesamtschulen und Freie Waldorfschulen) sowie Fachoberschulen und Fachgymnasien in Deutschland.

In der beigefügten Anlage finden Sie weitere Informationen zu den Forschungsarbeiten der drei Gewinnerteams.

Die Siemens Stiftung wurde im September 2008 als gemeinnützige Stiftung b. R. mit Sitz in München gegründet und von der Siemens AG mit einem Stiftungskapital von 390 Millionen Euro ausgestattet. Die Stiftung setzt damit die mehr als 160-jährige Tradition des gesellschaftlichen Engagements des Unternehmens fort. Die Aufgabe der Siemens Stiftung ist es, Antworten auf weltweite gesellschaftliche Herausforderungen zu erarbeiten, Chancen aufzuzeigen und in Notfällen Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Nach dem Stiftungsauftrag stehen im Fokus der Tätigkeit soziales Engagement, Bildung, Technik sowie Kunst und Kultur. Die Siemens Stiftung ist überwiegend operativ tätig, d. h., sie initiiert vor allem eigene Projekte und führt diese durch.

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