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03.03.2010
„Die Redox-Flow-Zelle“, „Doppelschichtkondensatoren als Batterieersatz“ und „Der wasserstoffbetriebene Wankelmotor“ – so heißen die Forschungsarbeiten, mit denen drei Teams aus Aachen, Bad Münstereifel und Köln die Jury der RWTH Aachen beim regionalen Finale am 2. März überzeugen konnten. Damit haben sich sieben Schülerinnen und Schüler für das nationale Finale vom 20. bis 22. März 2010 in München qualifiziert. Sie treten dort gegen die Gewinner der am 1. und 3. März ausgetragenen regionalen Entscheide an der TU Berlin und der TU München an.
„Was die fünf Teams heute zum Thema ‚Energie-Genies der Zukunft‘ vorgestellt haben, war wissenschaftlich sehr anspruchsvoll“, sagte Prof. Aloys Krieg, Prorektor für Lehre der RWTH Aachen. „Die Ideen waren kreativ, die Ausarbeitung und die Präsentation kann man nur loben. Das war in vielen Bereichen schon Hochschulniveau. Ich würde mich freuen, diese jungen Talente in naher Zukunft an einer Universität begrüßen zu dürfen. Dem Wissenschaftsstandort Deutschland würde es in jedem Fall nutzen.“
Prof. Dr. Eva-Maria Jakobs, geschäftsführende Direktorin des Instituts für Sprach- und Kommunikationswissenschaft der RWTH Aachen, würdigte auch im Namen ihrer beiden Jurykollegen Prof. Dr. Andreas Pfennig und Prof. Dr. Armin Schnettler die Leistungen der Jugendlichen im regionalen Finale: „Zum Wettbewerb wurden zahlreiche Arbeiten eingereicht und wir als Jury haben viele gute Arbeiten gelesen. Die besten fünf Teams haben heute ihre Projekte präsentiert. Wir sind sehr beeindruckt über die Ideen und Lösungen, die die Schüler zum Thema Energieeffizienz entwickelt haben. Alle Teams haben außerordentliches geleistet und können stolz sein, auch wenn nur drei von ihnen im nationalen Finale sind.“
Qualifiziert für das nationale Finale haben sich Michael Garzem, Jens Nettersheim und Sebastian Klick vom St.-Michael-Gymnasium in Bad Münstereifel mit ihrem Projekt „Die Redox-Flow-Zelle“ sowie Katrin Grohn und Monika Nielen vom erzbischöflichen Ursulinengymnasium in Köln mit ihrem Thema „Doppelschichtkondensatoren als Batterieersatz“. Und auch Thomas Rothkrantz und Michael Engels vom Inda-Gymnasium in Aachen haben die Jury mit ihrer Arbeit „Der wasserstoffbetriebene Wankelmotor“ überzeugt. Die beiden Schüler verfolgen einen innovativen Ansatz zur Wasserstofferzeugung mit Hilfe von Magnesium. „Wir arbeiten schon seit zwei Jahren zusammen an unserem Projekt und entwickeln unsere Ideen immer weiter. Unsere Forschung hat sehr gut zum Thema Energieeffizienz gepasst und deshalb haben wir uns beworben“, beschrieb Engels die Motivation für die Teilnahme am Wettbewerb.
Die drei Gewinnerteams wurden für ihre Arbeiten mit jeweils 3.000 EUR honoriert. Zusätzlich erhielt jede betreuende Lehrkraft 2.000 EUR für ihren Fachbereich. Beim nationalen Finale präsentieren die neun besten Teams der drei regionalen Entscheide ihre Arbeit vor einer zehnköpfigen Jury. Im nationalen Entscheid erhalten die drei Gewinnerteams Preisgelder zur Finanzierung ihres Studiums in Höhe von bis zu 30.000 EUR. Die Schule bzw. der Fachbereich der unterstützenden Lehrkraft erhält zusätzlich bis zu 3.000 EUR.
Beim Schülerwettbewerb 2010 der Siemens Stiftung sind bundesweit 350 Schülerinnen und Schüler an den Start gegangen und haben 102 Arbeiten eingereicht. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Aufgabe, zum Thema „Energie-Genies der Zukunft – Ideen für mehr Effizienz.“ innovative, wissenschaftliche und kreative Lösungsansätze zu entwickeln. Teilnehmen konnten alle Interessierten der Jahrgangsstufen 11 und 12 (G8) und 11 bis 13 (G9) an allgemein bildenden Schulen (Gymnasien, Integrierte Gesamtschulen und Freie Waldorfschulen) sowie Fachoberschulen und Fachgymnasien in Deutschland.
In der beigefügten Anlage finden Sie weitere Informationen zu den Forschungsarbeiten der drei Gewinnerteams.
Die Siemens Stiftung wurde im September 2008 als gemeinnützige Stiftung b. R. mit Sitz in München gegründet und von der Siemens AG mit einem Stiftungskapital von 390 Millionen Euro ausgestattet. Die Stiftung setzt damit die mehr als 160-jährige Tradition des gesellschaftlichen Engagements des Unternehmens fort. Die Aufgabe der Siemens Stiftung ist es, Antworten auf weltweite gesellschaftliche Herausforderungen zu erarbeiten, Chancen aufzuzeigen und in Notfällen Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Nach dem Stiftungsauftrag stehen im Fokus der Tätigkeit soziales Engagement, Bildung, Technik sowie Kunst und Kultur. Die Siemens Stiftung ist überwiegend operativ tätig, d. h., sie initiiert vor allem eigene Projekte und führt diese durch.