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Eine Ebene höher

POWERS OF SPEECH

POWERS OF SPEECH

Themenprojekt zur öffentlichen Rede mit Uraufführungen aus vier Ländern

Brüssel, 25. November – 10. Dezember 2011
Essen, 15. – 17. Dezember 2011

Johannesburg, 15. – 20. November 2011
/ Bogotá, 27. – 28. März 2012 /
Zagreb, 20. – 22. April 2012

Die öffentliche Rede steht im Zentrum des Projekts POWERS OF SPEECH, das neue Theaterarbeiten in Europa, Südafrika und Kolumbien ermöglicht. Texte und Inszenierungen entstehen in verschiedenen Ländern und werden beim Themenfestival „Spoken World“ von 25.11. bis 10.12.2011 am Kaaitheater in Brüssel in einem umfangreichen Programm zur Macht der Sprache gezeigt.

 

Mpumelelo Paul Grootboom „Rhetorical“, Photo: Ruphin Coudyzer

Große, entscheidende Reden zeichnen sich dadurch aus, dass sie etwas verändern. Gesellschaftliche Herausforderungen können anders wahrgenommen und begriffen werden als noch zuvor. In jedem Land, jeder Kultur und in allen politischen Systemen war und ist die Rede eine treibende Kraft im politischen Geschehen von Staaten und Gemeinschaften. Das Themenprojekt POWERS OF SPEECH beleuchtet die formalen und substantiellen Kräfte, die einer Rede zugrunde liegen: Kräfte, die eine Gemeinschaft in Krieg oder Frieden, zum „Guten“ oder „Bösen“ führen können. Auf Initiative der Siemens Stiftung und des Kaaitheaters in Brüssel wurden Theaterautoren und Regisseure eingeladen, ihrem Verhältnis zur öffentlichen Rede nachzugehen und im jeweils eigenen kulturellen und politischen Kontext Raum zu geben. Die Produktionen entstehen in Johannesburg, Bogotá, Brüssel, Sheffield und Zagreb in Zusammenarbeit mit Kulturinstitutionen in vier Ländern.

 

Say It Loud © Satch Hoyt, Photo Peter Gabriel

Als Obamas Redenschreiber Jon Favreau in einem Interview berichtete, dass er für die Präsidentschaftswahlen für Sieg oder Niederlage jeweils unterschiedliche Versionen einer Rede entwerfen musste, entstand der Gedanke, diese zweite Version einer Rede zum Modell für künstlerische Projekte zu machen: Für welche Ereignisse, die in der nahen Zukunft eintreten können aber möglicherweise nie eintreten werden, müssen wir uns rhetorisch rüsten? Oder wie wäre die Geschichte verlaufen, wenn bedeutende Reden anders gehalten worden wären? Das Projekt POWERS OF SPEECH rückt das imaginative Potential des Theaters in den Blick, um die Kunst der Rede im Spannungsfeld von Politik, Kunst und Gesellschaft neu auszuloten.

Die europäische Erstaufführung der neu entstehenden Stücke findet im Festival „Spoken World“ am Kaaitheater Brüssel statt und wird flankiert von einem umfangreichen Programm zur Macht der Sprache. Aufführungen, Reden, Debatten und Installationen zeigen das Spektrum von afro-amerikanischer Slam Poetry über Reden ohne Worte bis hin zu Reden, die von Theaterautoren geschrieben und von belgischen Ministern live gehalten werden. Dazu entwirft eine junge Generation neu zu entdeckender Rednerinnen und Redner aus allen Stadtteilen Brüssels ihre eigene Version von „I have a dream“.

Bei der anschließenden Tournee sind die Produktionen als deutsche Erstaufführung bei PACT Zollverein in Essen zu sehen, ermöglicht vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

Partner

Siemens Stiftung und Kaaitheater Brüssel in Zusammenarbeit mit: Market Theatre Johannesburg, Goethe-Institut Johannesburg, Festival Iberoamericano de Teatro de Bogotá, Festival Internacional de Teatro Santiago a Mil, PACT Zollverein und MSU – Museum of Contemporary Art Zagreb

Künstler

Produktionsaufträge: Mpumelelo Paul Grootboom & Aubrey Sekhabi [ZA], Tim Etchells [GB],  Mapa Teatro [CO], Barbara Matijević & Giuseppe Chico [HR/FR]
Spoken World zeigt zusätzlich Arbeiten von: Amiri Baraka, Eleanor Bauer, Geert Beulens, Nicoline van Harskamp, Satch Hoyt, Saul Williams, Joost Vandercasteele, Kris Verdonck, Dirk Verstockt