Wasserstationen bieten Trinkwasser für ländliche Gebiete nördlich von Nairobi

Der Zugang zu Trinkwasser ist eine entscheidende Lebensgrundlage für den Einzelnen sowie für die Entwicklung einer ganzen Region: Auch eine hygienische Abwasserversorgung ist elementar für das Leben und die Gesundheit des Menschen. Und damit eine wesentliche Voraussetzung für die schulische und berufliche Bildung als Basis für ein eigenständiges Leben.

Mit den dezentralen Wasserstationen in Kenia will die Siemens Stiftung mit Partnern eine nachhaltige Wasserversorgung in abgelegenen Regionen Afrikas fördern und gleichzeitig unternehmerische Aktivitäten anstoßen sowie neue Chancen auf Einkommen eröffnen. Die Wasserstationen werden als Sozialunternehmen aufgesetzt: Lokale Manager erhalten die dafür notwendigen technischen Schulungen und werden in die unternehmerischen Aufgaben eingewiesen.

Die erste vorgefertigte kleine Wasserstation („Small Water Enterprise“) wurde am 14. November 2012 auf dem Markt von Maragua (Region Thika) als Sozialunternehmen offiziell in Betrieb genommen. Das ‚Small Water Enterprise‘ ist eine modulare, kostengünstige Kiosklösung, die einerseits baulich hochwertig ausgeführt, andererseits aber auch in entlegenen Gegenden mobil eingesetzt werden kann.

Impressionen von der Eröffnungsfeier

xx

Langfristig sollen die Stationen in das Eigentum lokaler Entrepreneure oder Kooperativen übergehen.  Derzeit laufen fünf Wasserstationen in der Thika Region, weitere sind geplant. Die Siemens Stiftung arbeitet als Verantwortliche für die Projektkonzeption mit Partnern zusammen: Bei der Realisierung der Wasserstationen sorgt das Unternehmen PureFlow für die Umsetzung vor Ort. Die SkyJuice Foundation liefert mit den Skyhydranten die Filteranlagen und berät in der technischen Konzeption. Der Global Nature Fund hat in der Pilotphase zwei Kioske in Kenia mitfinanziert. Mit den Wasserstationen will die Siemens Stiftung mithilfe moderner Technologien und gut ausgebildeter Kioskmanager Menschen in abgelegenen Regionen Zugang zu sauberem Trinkwasser verschaffen und damit Fortschritte bei der Gesundheit und der Hygiene erreichen.

Gleichzeitig bieten die Stationen auch Chancen auf Einkommen und Unternehmertum und stoßen weitere Entwicklungsmöglichkeiten an. Da die Stationen an bestehende Strukturen in den Gemeinden wie Marktplatz, Schule oder Krankenhaus angebunden werden, helfen sie auch, die oft langen Wege zu trinkbarem Wasser abzukürzen. Auch wenn langfristiges Ziel sein muss, dass jeder Haushalt einen eigenen Anschluss erhält – die Wasserstation ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg dorthin.


Film Aqua Station Kenya

xx

Kooperationspartner

SkyJuice Foundation, PureFlow Water Solutions und Global Nature Fund

Projektleitung

Christine Weyrich
Tel. +49 / 89 / 54 04 87-3 01

Projektseite Global Nature Fund:

http://www.globalnature.org/trinkwasser-kenia