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Mentoring-Programm

Mentoring-Programm

"START-Mentoren für KIKUS-Kinder"

Die START-Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Entwicklungschancen motivierter Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund durch die Vergabe von Stipendien zu verbessern. Die Siemens Stiftung unterstützt die vom Zentrum für kindliche Mehrsprachigkeit e.V. (zkm) eigens entwickelte KIKUS-Methode, die den Spracherwerb von Kindern mit Migrationshintergrund im Alter ab drei Jahren fördert.

Die beiden Stiftungen haben zusammen mit dem zkm das Mentoring-Programm „START-Mentoren für KIKUS-Kinder“ ins Leben gerufen: Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund ab der 10. Klasse übernehmen dabei Patenschaften für Vorschul- bzw. Hortkinder. In den ausgewählten Einrichtungen lernen die Kinder mithilfe der KIKUS-Methode Deutsch.

Voneinander lernen

„Füreinander da sein und voneinander lernen“, das ist das Prinzip des Mentoring-Programms: Für die Dauer eines Schuljahres betreuen START-Stipendiaten KIKUS-Kinder bei deren (Sprach-)entwicklung. Sie fungieren dabei auch als Ansprechpartner für Eltern und Einrichtung.

 

Neue Mentorinnen lernen KIKUS kennen

So profitieren beide Seiten: Die START-Mentoren lernen die pädagogische Praxis kennen und können ihre Kompetenzen jenseits des schulischen Alltags erweitern. Sie engagieren sich für die Gesellschaft und übernehmen Verantwortung. Die KIKUS-Kinder erhalten eine intensive Sprachförderung, stärken ihre Mehrsprachigkeit und werden darin unterstützt, sprachliche Barrieren zu überwinden. Zudem lernen sie von positiven Vorbildern – denn die Mentoren geben auch ihre eigenen Erfahrungen an die Kinder weiter und können ihnen so wichtige Hilfestellungen leisten. „Die Mentoren können sich gut in die Kinder hineinversetzen. Sie wissen beispielsweise, wie es sich anfühlt, wenn man eine Frage nicht versteht“, erläutert Elina Novajas, die das Projekt seitens des zkm betreut.

Ausweitung nach erfolgreichem Auftakt

Das Mentoring-Programm ist 2011 in Hessen und Nordrhein-Westfalen angelaufen. Nach einer erfolgreichen Pilotphase wurde das Projekt zum Schuljahr 2012/13 auf weitere Einrichtungen ausgeweitet: Derzeit sind 11 Mentoren in 7 Kitas aktiv. Welche Aufgaben hat ein Mentor und wie funktioniert Sprachförderung mit KIKUS? Diese und weitere Fragen rund um ihr Engagement behandeln die Jugendlichen gemeinsam mit pädagogischen Fachkräften in einem einführenden Workshop. Dieser beinhaltet auch eine Schulung in der KIKUS-Methode durch das zkm. Mit diesem Wissen gerüstet besuchen die Mentoren regelmäßig ihre „Mentees“ in den Kindertageseinrichtungen und werden kontinuierlich betreut. Nach Abschluss des Schuljahres erhält jeder Mentor ein Zertifikat für sein Engagement.

 

KIKUS-Mentoren beim Auftaktworkshop im November 2012 in Frankfurt am Main

Projektleitung

Ursula Gentili
Tel. +49 / 89 / 54 04 87-3 09

Zentrum für kindliche Mehrsprachigkeit e. V.