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Eine Ebene höher

Economic Development


Peru, Juan Carlos Calizaya Luna, AGUAECOSAN Perú [2010]

AGUAECOSAN Perú produziert und vertreibt innovative Sanitärprodukte – Toiletten ohne Spülung und Urin separierende Trockentoiletten – und baut Abwasseraufbereitungsanlagen in ländlichen Gebieten. Dabei entstehen in Gemeinschaftsbesitz befindliche Mikrounternehmen im Abwasser- und Frischwasserbereich: Die lokale Verwaltung oder ein Unternehmen stellt einen Zuschuss von 50 % zur Verfügung; der Rest wird mittels eines zinsgünstigen Kredits von der Gemeinschaft aufgebracht.

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Spanien, Andrés Martínez Fernández, Fundación EHAS [2010]

Fundación EHAS installiert drahtlose Kommunikationsnetze, die IP-Telefonie und Internetzugang ermöglichen. So können effizientere Kommunikationssysteme zwischen abgeschiedenen Gesundheitsstationen, die weder auf Straßen noch über Festnetz- oder Mobiltelefone zu erreichen sind, und dem nächsten Gesundheits- und Ärztezentrum realisiert werden. Fundación EHAS spendet 40 % der Installationskosten jedes Netzes; die restlichen 60 % werden über einen Zeitraum von vier Jahren von der Regionalverwaltung bezahlt.

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Guatemala, Greg Van Kirk, Community Enterprise Solutions/Social Entrepreneur Corps [2010]

Community Enterprise Solutions hat das „Micro Consignment Model“ (MCM) ins Leben gerufen. Hier wird das Problem des fehlenden Zugangs zu essenziellen Produkten und Dienstleistungen in Entwicklungsländern gelöst, indem lokale Unternehmer mithilfe eines Kommissions-Modells die Möglichkeit erhalten, Waren und Services zu vertreiben. Im Rahmen dieses Modells erhalten diese lokalen Unternehmer (in der Regel Frauen) Vertriebsschulungen und Produkte. Sie müssen die Waren aber erst bezahlen, wenn sie Umsätze erzielt haben. Im Gegensatz zu anderen Mikro-Franchise-Lösungen finanziert „Community Enterprise Solutions“ das Arbeitskapital für die Unternehmer und entlastet sie von dem Risiko eines unverkauften Warenbestands.

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Argentinien, Gustavo Gennuso, ETV [2010]

ETV ( Emprendimientos de Tecnologías para la Vida – Technologies for Life Enterprises) erzeugt und verkauft angepasste Basistechnologien wie Seilpumpen zur Wasserförderung, Spinnräder für die Verarbeitung von Naturfasern, Lesebrillen oder Solarpanels an unterprivilegierte Gemeinschaften in ländlichen oder stadtnahen Gegenden. Um potentielle Kunden zu erreichen, vertreibt ETV die Produkte durch Netzwerke mit öffentlichen und privaten Organisationen sowie mithilfe eines Mikrokommissions-Systems über lokale Unternehmer.

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Afrika/UK, Ken Banks, Frontline SMS [2011]

Frontline SMS bringt die technische Revolution auch in die „Letzten Meile“ – zum Beispiel zu isolierten, kleinen oder ressourcenschwachen Organisationen in Entwicklungsländern. Banks setzte als einer der ersten Innovatoren einfache Mobiltelefone für den sozialen Wandel ein. Nun entsteht auf dieser Basis eine schnell wachsende, von den Anwendern ausgehende Bewegung. Sein Ansatz lässt sich an verschiedenste Umfelder und soziale Problemen anpassen: vom Gesundheitssystem in Malawi über die Wahlüberwachung in Afghanistan bis hin zu Hilfszentralen für häusliche Gewalt in den USA. Die Kernplattform erreichte schon mehr als 10.000 Anwender in über 60 Ländern und diente als Anregung für mindestens sechs sektorspezifische Ableger, die Schätzungen zufolge vier Millionen Menschen bedienen.

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Projektleitung

Sabine Baumeister
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