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16.10.2009

Welternährungstag: Siemens Stiftung leistet Beitrag zu Wasser- und Ernährungsprogramm von CARE in Westtimor

Der Welternährungstag am 16. Oktober erinnert daran, dass eine ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln und sauberem Trinkwasser nicht selbstverständlich ist.
2009 ist die Welternährungslage besonders prekär: erstmals leiden über eine Milliarde Menschen an Unterernährung. Betroffen sind vor allem die Bewohner der ärmsten Länder der Welt – so auch in Westtimor.

Nach Erkenntnissen des Welternährungsprogramms der UN leidet ein Großteil der Bevölkerung Westtimors an Mangelernährung. Die Versorgung mit Trinkwasser und landwirtschaftlichen Erzeugnissen ist nicht ausreichend für die 1,6 Millionen Einwohner des indonesischen Teils der Insel. Vor allem die schwierigen klimatischen Verhältnisse in der Region bedingen diese Unterversorgung. Schwere Regenfällen während des Monsuns und eine bis zu neun Monate anhaltenden Trockenperiode begrenzen die Trinkwasserressourcen und machen eine ausgewogene Landwirtschaft fast unmöglich. Die internationale Hilfsorganisation CARE hat zusammen mit anderen Organisationen eine Bedarfsanalyse erstellt und das Hilfsprojekt „Foster“ (Food Security for Timor) angestoßen, das von der EU gefördert wird. Auch die Siemens Stiftung sieht dringenden Handlungsbedarf in Westtimor und spendet fünf mobile Wasserfilter sowie Schulungen im nachhaltigen Umgang mit Wasser für die Bevölkerung.

Gemeinsam mit den Bewohnern errichten Experten von CARE Wasserbecken, Brunnen und Bohrlöcher mit Zapfstellen in zwanzig Dörfern. Die von der Siemens Stiftung gespendeten Filter sichern die Qualität des so gewonnenen Wassers und spenden Trinkwasser für rund 2.000 Menschen. Speziell geschulte lokale Wasserkomitees kümmern sich um die Instandhaltung der Wasserstellen und ermöglichen so die langfristige Nutzung.

Um die Erträge der Landwirtschaft zu erhöhen, erhalten die Dorfbewohner im Rahmen von „Foster“ zusätzlich landwirtschaftliche Geräte und werden in Anbaumethoden geschult, die an die klimatischen Bedingungen angepasst sind. Ziel aller Maßnahmen ist die Unabhängigkeit der Bevölkerung von einer Versorgung aus dem Ausland. Somit kann die Lebenssituation von über 2.500 Haushalten nachhaltig verbessert werden.

Durch die Unterstützung des internationalen Projektes leistet die Siemens Stiftung einen weiteren Beitrag zum Erreichen der Millennium Development Goals: die Halbierung von weltweitem Hunger und mangelnder Trinkwasserversorgung bis 2015.

Lesen Sie hier mehr über das Engagement der Siemens Stiftung in Bereich Wasser und Gesundheit

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit der internationalen Hilfsorganisation CARE

Lesen Sie hier mehr über die Bestrebungen der EU im Bereich der humanitären Hilfe

Letzte Änderung: 16.10.2009